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Stadt Pirna will Külz-Straße nun doch nicht in eine Sackgasse umwandeln

Pläne zur Umgestaltung des Dohnaischen Platz Stadt Pirna will Külz-Straße nun doch nicht in eine Sackgasse umwandeln

Aufatmen in Pirna: ein wichtiger Schleichweg vom Sonnenstein durch das Stadtzentrum in Richtung Copitz bleibt erhalten. In den Plänen zur Neugestaltung des Dohnaischen Platzes ist eine Kappung der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße nicht mehr vorgesehen. Ursprünglich sollte der Straßenzug als Sackgasse vor der Goethe-Schule enden. Dafür werden auf dem Platz künftig Parkplätze zur Mangelware.

Bei der Umgestaltung des Dohnaischen Platzes ist noch offen, ob die Mittelinsel des Kreisverkehrs in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben soll.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Pläne zur Neugestaltung des Dohnaischen Platzes in Pirna nehmen konkretere Gestalt an. Anfang Oktober vergangenen Jahres entschied der Bauausschuss, dass das Areal im Stadtzentrum samt dem Kreisel vor dem historischen Scheunenhof sowie der nördliche Teil der Breiten Straße eine verkehrsberuhigte Zone werden soll. Nach Abstimmung mit den Busunternehmen Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) und Müller-Busreise hat die Stadtverwaltung die Pläne weiter vertieft.

An der Idee eines verkehrsberuhigten Bereichs rund 30 Meter nördlich der Einmündungen Siegfried-Rädel-Straße/Nicolaistraße und dem Kreisverkehr wird nicht mehr gerüttelt. D.h., Autos dürfen dort nur noch im Schritttempo fahren. Ein neuer Straßenbelag soll diese Zone optisch hervorheben, wie die Stadtverwaltung den Stadtrat informiert.

Für Diskussion hatte im vergangenen Jahr die geplante Kappung der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße gesorgt. Sie sollte in Höhe Goethe-Schule enden und nicht mehr auf den Platz einmünden. Damit wäre für Kraftfahrer vom Sonnenstein ein Schleichweg in das Stadtzentrum verloren gegangen, wie Stadtrat Peter Tränkner (Pirnaer Bürgerinitiativen) damals monierte. Die Stadtverwaltung teilt in ihrer Informationsvorlage jetzt mit, dass die Külz-Straße nun doch keine Sackgasse werden soll. „Die Anbindung an den Dohnaischen Platz bleibt bestehen“, heißt es da.

Vor der Goethe-Schule wird es auch künftig Bushaltestellen geben. So sind drei Haltepunkte mit fester Zuordnung zu Linien vorgesehen. Vor dem „Schwarzen Adler“ wird in Richtung Kreisverkehr eine vierte Halteposition geschaffen. Diese dient zum einen ausschließlich zum Aussteigen aus einem Linienbus. Zum anderen soll sie einmal als Haltestelle für den Citybus dienen. Auf der anderen Straßenseite werden zwei Haltestellen in stadtauswärtiger Richtung positioniert. „Dafür müssen die hier vorhandenen 13 Motorradstellplätze ersatzlos entfallen“, informiert die Fachgruppe Stadtentwicklung im Pirnaer Rathaus. Verschwinden werden auch die Haltestellen vor dem Einkaufsmarkt an der Breiten Straße.

Stellplätze gehen nicht nur für Motorradfahrer verloren. Auch Autofahrer haben das Nachsehen. Denn an der Westseite der Grohmannstraße verschwinden elf Stellflächen. Von den jetzt 20 Parkplätzen in Schrägaufstellung soll es nur noch neun vor allem in Längsaufstellung, d.h. parallel zum Fußweg geben. Die Stadt möchte so mehr Platz für einen breiteren Gehweg schaffen, der die Gartenstraße fußläufig besser an das künftige Scheunenhofcenter anbinden soll.

Für die Gestaltung des Kreisverkehrs stehen derzeit noch zwei Varianten zur Debatte. Die eine sieht einen Minikreisel vor, über dessen Mittelinsel Kraftfahrer mit ihren Wagen rollen können, in der anderen bleibt der Kreisverkehr in seiner jetzigen Form erhalten. Diese zweite Variante favorisiert die Stadtverwaltung, was wohl mit den Baukosten zusammenhängt. Denn ein Umbau des Dohnaischen Platzes bei Erhalt des jetzigen Kreisels kostet nach aktueller Schätzung reichlich 1,4 Millionen Euro. Wenn auch der Kreisverkehr umgebaut wird, fallen Kosten von fast 1,6 Millionen Euro an.

Die finanziellen Mittel zur konkreten Bauplanung möchte die Verwaltung in den Doppelhaushalt 2017/18 einplanen und einen Fördermittelantrag stellen. Wenn dieser positiv beschieden wird, ist die Realisierung über den Doppeletat 2019/20 vorgesehen.

Von Silvio Kuhnert

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