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Stadt Pirna plant den Verkauf der „Tanne“

Legendärer Kultursaal Stadt Pirna plant den Verkauf der „Tanne“

Am 15. März ist die „Tanne“ wieder einmal Thema im Pirnaer Stadtrat. Das ehemalige Kreiskulturhaus „Tannensäle“ soll verkauft werden. Als Investor steht Sven Hildebrandt in den Startlöchern. Der Bausachverständige hatte schon einmal sein Interesse an dem leerstehenden Objekt bekundet.

Seit vielen Jahren steht das frühere Kreiskulturhaus „Tanne“ leer und verfällt.
 

Quelle: Archiv

Pirna.  Am 15. März ist die „Tanne“ wieder einmal Thema im Pirnaer Stadtrat. Auf Vorschlag der Verwaltung soll das ehemalige Kreiskulturhaus „Tannensäle“ verkauft werden. Als Investor steht Sven Hildebrandt in den Startlöchern. Der Diplomingenieur und Bausachverständige hat schon einmal sein Interesse an dem seit vielen Jahren leerstehenden Objekt an der Bergstraße bekundet.

Mit einem Abriss des maroden Gebäudeensemble wurde gedanklich schon mehrmals gespielt. Im vergangenen Jahr gab der Stadtrat der „Tanne“ noch einmal eine Chance. Die einstige Veranstaltungsstätte wurde ein zweites Mal ausgeschrieben. Eine Reanimierung als Kulturhaus war keine Bedingung. Interessenten konnten ganz frei und offen Nutzungsideen einreichen. Wie Stadtsprecher Thomas Gockel mitteilte, habe es mehrere Interessensbekundungen gegeben und Ausschreibungesunterlagen im Rathaus abgeholt. Doch am Ende wurde nur ein konkretes Kaufangebot eingereicht, und das stammt von Sven Hildebrandt. Die Verwaltung schlägt den Stadträten vor die „Tanne“ für 30000 Euro an ihn zu verkaufen.

Über seine Pläne hält sich der Pirnaer noch etwas bedeckt und möchte erst den Stadtratsbeschluss abwarten, bevor er seine Ideen für die „Tanne“ in die Öffentlichkeit trägt. Ein Kulturhaus wie früher wird es nicht. „Hochwertiges Wohnen“ möchte er nach einer Sanierung in das Objekt bringen. Den Saal will er dafür aber nicht opfern. „Der bleibt erhalten“, sagt Hildebrandt. Wie er genutzt werden soll, steht allerdings noch nicht fest. An die Arbeit, ein entsprechendes Konzept für die Saalnutzung zu erstellen, möchte er sich erst setzen, wenn der Erwerb feststeht. Denn es gibt einige Auflagen und Bestimmung wie Brand- oder Schallschutz, die für eine Lösung viel Zeit und Gehirnschmalz erfordern. Sie opfert er erst, wenn ihm das Grundstück auch gehört.

Den Vorschlag, die „Tanne“ in ein Wohnhaus umzuwandeln, hat Hildebrandt nicht zum ersten Mal an die Stadt herangetragen. Nachdem das Konzept eines Dresdner Investors, das frühere Kreiskulturhaus als Bergwirtschaft mit Hotel und als Veranstaltungsort zu betreiben, gescheitert war, hatte die Stadt das Gebäude 2013 schon einmal öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Damals hatte sich kein Interessent gemeldet. Im Frühjahr 2014 wurde dann aber Hildebrandt mit seiner Idee vorstellig. Die Reaktion fiel zu jener Zeit aber eher verhalten aus, da es im Rathaus Befürworter eines Abrisses gab, welche die Tanne durch Reihenhäuser ersetzen wollten. Mit Gebäudesanierung kenne sich Hildebrandt nach eigenem Bekunden aus. Er habe in der Altstadt bereits Erfahrungen sammeln können.

Das einstige Kreiskulturhaus befindet sich seit fast sechs Jahren im Besitz der Stadt. Sie kann selbst eine Sanierung finanziell nicht stemmen. Alle Versuche einen Nutzer zu finden, blieben bislang ohne Erfolg. In einer in Auftrag gegebenen Studie wurde der Abriss empfohlen. Diesen Plänen erteilte jedoch das Landesdenkmalschutzamt eine Absage.

Von Silvio Kuhnert

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