Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Google+
Stadt Heidenau hat ein Unterbringungskonzept beschlossen

Asylpolitik Stadt Heidenau hat ein Unterbringungskonzept beschlossen

Der Heidenauer Stadtrat hat ein Konzept zur Unterbringung von Asylsuchenden verabschiedet. Die Stadt setzt weiterhin vor allem auf die dezentrale Lösung in Wohnungen. Dem Landkreis bietet sie zudem ein Objekt mit bis zu 100 Plätzen an.

Die Stadt Heidenau möchte Asylbewerber vorwiegend in Wohnungen unterbringen.

Quelle: Archiv

Heidenau. Der Heidenauer Stadtrat hat ein Konzept zur Unterbringung von Asylsuchenden verabschiedet. Die Stadt setzt weiterhin vor allem auf die dezentrale Lösung in Wohnungen. „Wir haben das Unterbringungskonzept relativ schlank gehalten. Es besteht nur aus vier Punkten“, sagte Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Im ersten ist der Ist-Stand aufgeführt. Demnach stehen zurzeit 152 Plätze zur Verfügung. Sie sind aktuell mit 141 Asylbewerbern belegt, darunter 54 alleineingereiste Männer sowie 18 Familien mit 47 Kindern.

Im zweiten Punkt werden die Zielvorgaben für die städtische Wohnungsgesellschaft WVH formuliert. Sie sollen bis Ende des Jahres weitere 33 Wohnungen für die Beherbergung von Flüchtlingen bereitgestellt werden. Im Schnitt werden pro Wohneinheit vier Flüchtlinge untergebracht. Insgesamt können so 132 Plätze entstehen. Des Weiteren möchte die Stadtverwaltung bei privaten Vermietern hinwirken, dass auch sie freien Wohnraum für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung stellen, wie im Punkt vier formuliert ist.

Nach der aktuellen Prognose der Kreisverwaltung soll die Stadt Heidenau in diesem Jahr bis zu 369 Asylsuchende unterbringen. Um dieses Soll zu meistern, bietet die Stadt laut dem dritten Punkt des Konzeptes dem Landkreis ein sanierungsbedürftiges Objekt für die zentrale Unterbringung mit bis zu 100 Plätzen an. „Wir haben keinen Einfluss darauf, ob und wann er es in Anspruch nimmt“, sagte Opitz. Um welches Gebäude es sich dabei handelt, wollte die Verwaltung nicht bekannt geben.

„Wir haben für jede Variante eine Lösung“, führte Opitz hinsichtlich der Unterbringungsmöglichkeiten weiter aus. Der Fokus liegt auf dezentralen Plätzen. Das Heim soll nur dann geschaffen werden, wenn der Zustrom an Flüchtlingen wieder stark ansteigen sollte.

Gegenwärtig hat die Zahl der ankommenden Flüchtlinge abgenommen. So wohnen beispielsweise im Moment 36 Asylbewerber in der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates im ehemaligen Praktiker-Baumarkt. Im vergangenen Jahr waren es mitunter über 700 Menschen. Weil der Zustrom von Asylbewerbern derzeit nachgelassen hat, legte der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge laut Opitz die geplante Traglufthalle als zentrale Einrichtung in der Nachbarstadt Pirna vorerst auf Eis.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nur noch 14 Bewohner
Zeitweise lebten mehrere Hundert Menschen in dem ehemaligen Baumarkt in Heidenau.

Die Asylunterkunft im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Heidenau wird zum 30. Juni geschlossen. Wie das Innenministerium mitteilte, soll der Standort sukzessive zu einer Lagerfläche umgestaltet werden.

mehr
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr