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Stadt Glashütte möchte Datenautobahn auf Schnelligkeit trimmen

Breitbandausbau Stadt Glashütte möchte Datenautobahn auf Schnelligkeit trimmen

Die Stadt Glashütte geht in die digitale Offensive. In Eigenregie und mit einem Landeszuschuss von 1,35 Millionen Euro möchte die Uhrmacherstadt mit dem Breitbandausbau beginnen. Im Laufe des kommenden Jahrs sollen in allen 15 Ortsteilen schnelles Internet anliegen. Einwohner anderer Kommunen im Landkreis müssen dagegen noch warten.

Der Internetausbau soll in Glashütte in diesem und kommenden Jahr erfolgen.

Quelle: dpa

Glashütte/Pirna. Das Internet in Glashütte kann Fahrt aufnehmen. Zur Verbesserung der Breitbandversorgung hat die Stadt vom Freistaat einen Zuschuss von 1,35 Millionen Euro erhalten. „Die Verfügbarkeit von schnellem Internet ist für die Einwohner und Unternehmen unserer Stadt und Ortsteile sehr wichtig. Deshalb stellt sich die Stadt Glashütte der Verantwortung und strebt den Ausbau 2016/2017 an“, sagte Bürgermeister Markus Dreßler (CDU), als er den Fördermittelbescheid am gestrigen Dienstag erhielt. Mit der Förderung wird ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz im gesamten Stadtgebiet mit seinen 15 Ortsteilen in Angriff genommen.

Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm „Digitale Offensive Sachsen“. Durch den Breitbandausbau soll die Uhrenstadt auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben und als solcher auch weitergedeihen. Zudem verspricht sich die Stadt, eine Weiterentwicklung als Wohnstandort und junge Menschen an die Müglitz locken zu können sowie den Tourismus zu fördern. Das Landesprogramm verfolgt das Ziel, den Ausbau von Internetverbindungen mit Datenraten größer als 50 Megabit pro Sekunde anzureizen. Mit der Förderung ist auch die Schaffung von Wlan Hot Spots an touristisch relevanten Orten verbunden.

Die Uhrmacherstadt gehört, was das schnelle Internet betrifft, zu den unterversorgten Gebieten im ländlichen Raum. Weil die Investitionskosten in Netz höher sind als der zu erwartende Gewinn, scheuen Telekommunikations-Unternehmen einen eigenen Ausbau. Mit den Fördermitteln vom Freistaat soll ihnen bei der Erschließung finanziell unter die Arme gegriffen werden. Das Land unterstütz den Internet-Ausbau zu 75 Prozent, die restliche Summe muss eine Kommune selbst aufbringen. „Wir freuen uns sehr über die Fördermittel, die uns nunmehr helfen in den Ausbau zu gehen, auch wenn es eine finanzielle Herausforderung für die Stadt aufgrund der zu leistenden Eigenmittel bleibt“, so Dreßler.

Aufgrund der hohen Eigenbeteiligung der Kommunen ist ein landkreisweiter Breitbandausbau ins Stocken geraten. Im vergangenen Jahr ließ das Landratsamt Pirna eine Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse erstellen. Sie ist Voraussetzung, um aus dem Fördertopf der „Digitalen Offensive Sachsen“ zu schöpfen. Im Anschluss erfolgte eine Umfrage bei den Kommunen, ob sie Ausbauabsichten haben und ob sie diese in Eigenregie oder als Landkreisprojekt realisieren wollen. 34 Antworten gingen bei der Kreisverwaltung ein. Danach planen 13 Kommunen einen Breitbandausbau bis zum Jahr 2018. Bei einer höheren Förderquote würden wahrscheinlich zehn weitere Projekte anlaufen. Einen durch das Landratsamt gesteuerten Ausbau begrüßen nur fünf der zum Ausbau tendierenden Kommunen. Deshalb wollte die Kreisverwaltung von der Idee des Gemeinschaftsprojektes auf der jüngsten Kreistagssitzung Abstand nehmen.und nur noch eine beratende und informative Rolle einnehmen. Der entsprechende Beschlussvorschlag wurde aber wieder von der Tagesordnung genommen. Denn über eine zentrale Kreislösung soll noch einmal beraten werden, wenn die überarbeitete Förderrichtlinie des Freistaats beschlossen ist. So sind bessere Förderquoten im Gespräch: von mindestens 90 Prozent bei einem Ausbau der Breitbandversorgung von 50 Megabit pro Sekunde und bei einem Ausbau auf 100 Megabit pro Sekunde sogar von 95 Prozent. Allerdings sind dann die bereits vorliegenden Verfügbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien nicht mehr gültig, auf deren Grundlage Glashütte jetzt den Breitbandausbau beginnt.

Das Stadtoberhaupt von Glashütte bestand daher auf der Kreistagssitzung darauf nicht doppelt zur Kasse gebeten zu werden. Sie möchte bereits jetzt selbst in den Ausbau investieren und nicht später über die Kreisumlage noch einmal ein Landkreisprojekt finanzieren. „Wir werden auf eine Lösung hinwirken, bei der niemand benachteiligt oder bevorteilt wird“, versprach Landrat Michael Geisler (CDU).

Von Silvio Kuhnert

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