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Stadt Dresden und Gewerkschaften im Streit: Keine Einigung über Notbetreuung in Kitas

Stadt Dresden und Gewerkschaften im Streit: Keine Einigung über Notbetreuung in Kitas

Eltern, die ihre Kinder am Montagmorgen in eine Tagesstätte bringen wollen, könnten vor einem großen Problem stehen. Die Gewerkschaften Verdi und GEW kündigten bereits in der vergangenen Woche an, einige der 162 kommunalen Kindergärten zu bestreiken.

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Die Gewerkschaften Verdi und GEW kündigten bereits in der vergangenen Woche Streiks an.

Quelle: Patrick Seege/Archiv

Welche Einrichtungen betroffen sind, wollen die Gewerkschaftsvertreter nicht verraten. Einen Notdienst, der die Kinder verzweifelter Eltern aufnimmt, wird es entgegen aller Ankündigungen nun doch nicht geben. Die Verhandlungen über den Notdienst zwischen den Gewerkschaften und dem Eigenbetrieb Kindertageseinrichtunge sind am Freitag gescheitert.

„Der Eigenbetrieb hat auch in Einrichtungen, die nicht als Notbetreuungsstelle vorgesehen waren, Druck auf Mitarbeiter ausgeübt und versucht, sie an der Teilnahme am Streik zu hindern“, sagt Verdi-Sprecher Frank Fischer. Da das Streikrecht ein Grundrecht sei, habe man nicht anders reagieren können, als komplett auf die Notbetreuung zu verzichten. Die Verantwortung für die prekäre Situation liege alleine beim Eigenbetrieb Kindertagesstätten und bei der Stadtverwaltung, so Fischer. Die Pressestelle der Stadt, die noch am Freitag die Einrichtung eines Notdienstes nach den Verhandlungen mit der Gewerkschaft ankündigte, war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Neben den Kindergärten könnte am Montag auch in Horten, Sportstätten sowie im städtischen Friedhofs- und Bestattungswesen die Arbeit niedergelegt werden. Wie Verdi am Sonntag mitteilte, sind auch die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit und Bundeswehrmitarbeiter zum Streik aufgerufen. Zwischen 6 und 7 Uhr streiken die Gewerkschaftsmitglieder vor ihren Betrieben. Um 10 Uhr ist eine große Kundgebung am Schützenplatz vor dem Volkshaus geplant.

Vorwürfe, die Gewerkschaften würden ihre Forderungen auf dem Rücken der Eltern und Kinder austragen, weisen die Verantwortlichen weit von sich. „Alleine in Dresden sind 125.000 Elternbriefe ausgegeben worden, um auf den Streik aufmerksam zu machen“, sagt Fischer und fügt hinzu, „wir bitten alle Eltern um Verständnis für die Einschränkungen, halten jedoch den Kampf für eine faire Bezahlung nachdem die Verhandlungen auf Bundesebene von der Arbeitgeberseite blockiert wurden für unausweichlich“.

Die erste Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst war am Donnerstagabend in Potsdam ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber legten in der ersten Runde kein Angebot vor. Der Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), nannte insbesondere den geforderten Sockelbeitrag von 100 Euro überzogen.

Die Stadtverwaltung schaltet am Montag ab 6 Uhr ein Kita-Infotelefon unter (0351) 4 88 51 02, 4 88 50 84 sowie 4 88 50 41.

Hauke Heuer

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