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Sportplatznot in Radebeul: Stadträte auf Stadionsuche

Sportplatznot in Radebeul: Stadträte auf Stadionsuche

Die Suche nach einem geeigneten Standort für einen dritten Sportplatz in Radebeul bekommt neuen Schwung. In einem Antrag schlagen die Stadträte Jens Baumann und Sven Eppinger (beide CDU) vor, ein ehemaliges Gartenareal neben dem Lößnitzbad durch einen Bebauungsplan zu sichern.

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Auf dieser Brachfläche könnte ein neues Stadion entstehen, meinen die CDU-Stadträte Jens Baumann und Sven Eppinger.

Quelle: Martin Förster

Die Verwaltung will den Antrag in den nächsten Wochen prüfen und bei einer der nächsten Sitzungen im Stadtrat zur Diskussion stellen. Bewegung in die festgefahrene Debatte um das dringend benötigte dritte Stadion haben die Stadträte mit ihrem Antrag aber schon gebracht.

Das wird man vor allem beim Radebeuler Ballspiel-Club 1908 (RBC) wohlwollend registrieren. Der Verein verfügt zwar mit dem Weinbergstadion über einen eigenen Spiel- und Trainingsort. Mit 26 Mannschaften und mehr als 450 Mitgliedern weiß er dort aber weder ein noch aus (DNN berichteten).

Zumal das 1931 erbaute Weinbergstadion höchst problematisch gelegen ist: mitten in einem Wohngebiet. Anwohner überziehen die Stadt seit der Modernisierung des Fußballstadions mit Klagen, weil sie den Geräuschpegel der zumeist minderjährigen Sportler in den Trainings- und Spielzeiten nicht hinnehmen wollen. Außerdem haben sie ein beiderseitiges Parkverbot auf der Carl-Pfeiffer-Straße erwirkt, so dass der Verein bei Heimspielen kaum über Stellplätze verfügt. Das freiwillige Angebot des RBC, sonntags nach 13 Uhr keine Spiele mehr auszutragen, hat keine Entspannung in die Lage gebracht. Die erhofft man sich im Verein nur durch einen Ausweichplatz, im besten Fall durch einen neuen Standort.

Davon will man im Rathaus zwar nichts hören, weil das Weinbergstadion als traditionelle Spielstätte gebraucht werde, wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) gegenüber den DNN äußerte. Gleichwohl ist man sich der Kapazitätsprobleme der Vereine, die beim RBC nur am drückendsten sind, bewusst. Auch Wendsche sagt: "Wir brauchen einen dritten Sportplatz."

Eine entsprechende Untersuchung gibt es, sie sieht in einer Fläche südlich des Lößnitzstadions den passenden Standort einer künftigen Sportstätte. Von Vorteil ist vor allem, dass das Areal bestens an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden ist und der Eigenbetrieb Stadtbäder und Freizeitanlagen (SBF) dort schon eine Reihe anderer städtischer Freizeitanlagen betreibt, also mit kurzen Wegen planen könnte. Allerdings gibt es ein Problem: Die benötigten Flächen gehören Landwirten, die bisher auf keine Angebote der Stadt eingegangen seien. "Das geht offensichtlich nicht, weil es zu viele Teilflächen sind und keiner verkaufen will", zieht Stadtrat Baumann seine Schlüsse.

Anders bei seinem Vorschlag. "Neben dem Lößnitzbad gehören schon große Teilflächen der Stadt", sagt er. Außerdem sähe das Umfeld ganz anders aus als beim Weinbergstadion. Es gibt kaum Wohnhäuser, stattdessen Gewerbebetriebe und ehemalige Gewerbeflächen. Außerdem ist mit dem Lößnitzbad schon eine Freizeitanlage am Standort etabliert. Baumann macht zudem klar, dass es ihm nicht um eine möglichst komfortable Lösung geht, wie sie etwa ein zweites Lößnitzstadion darstellen würde. "Man soll prüfen, was dort möglich ist und dann im Rahmen der Gegebenheiten bauen", sagt er. Mit einer schnellen Lösung rechnet er aber auch nicht. Deshalb der Versuch, die Flächen, so sie sich als geeignet herausstellen, in einem Bebauungsplan zu sichern. Denn auch wenn das neue Stadion schlicht ausfällt, haben weder SBF noch Stadt Gelder für seine Errichtung eingeplant.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.12.2014

Uwe Hofmann

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