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Spezialpapier für Banknoten: Königsteiner Papierhersteller Louisenthal feiert 50-jähriges Bestehen

Spezialpapier für Banknoten: Königsteiner Papierhersteller Louisenthal feiert 50-jähriges Bestehen

Papierherstellung hat in Königstein eine lange Tradition. Seit 1991 gehört die Papierfabrik zu Louisenthal, dem führenden Hersteller von Banknoten- und Sicherheitspapier sowie Sicherheitselementen.

Am Montag jährt sich zum 50. Mal, dass der Konzern Giesecke & Devrient (G&D) sein Tochterunternehmen gründete. "Dank kontinuierlicher Investitionen in das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in modernste Technologien und Anlagen ist es gelungen, die Technologie- und Innovationsführerschaft über Jahrzehnte aufzubauen und zu halten", sagte Dr. Wolfram Seidemann, Leiter der Division Papier bei G&D und Vorsitzender der Geschäftsführung von Louisenthal, anlässlich des Jubiläums. In den zurückliegenden zehn Jahren habe Louisenthal für die Modernisierung und den Ausbau der Papierfertigung und Folienherstellung an den Standorten im bayrischen Gmünd und im sächsischen Königstein knapp 300 Millionen Euro investiert.

Im Bielatal ging im Jahr 2009 mit der Papiermaschine (PM) 4 die weltweit modernste Banknotenpapiermaschine in Betrieb. Die Gesamtkapazität des Gesamtunternehmens erhöhte sich damit auf rund 20 000 Tonnen, was Substrat für etwa 20 Milliarden Banknoten im Jahr entspricht. Derartige Investitionen dienen für Seidemann der langfristigen Standortsicherung: "Als G&D Louisenthal 1964 übernahm, hatte der Betrieb insgesamt etwa 170 Beschäftigte. Heute beschäftigen wir rund 1000 Mitarbeiter, davon etwa 300 in unserem Werk in Königstein und 700 am Standort an der Mangfall."

Der Rohstoff für einen Geldschein ist Baumwolle aus Ländern wie Indien und China, deren Fasern zu kurz für die textile Verarbeitung sind. Daraus erzeugt die Louisenthal Papierfabrik in Königstein Hochsicherheitspapier: Papier mit Wasserzeichen und integriertem Sicherheitsfaden, das zu einem großen Teil zu fälschungssicheren Banknoten weiterverarbeitet wird. Produziert wird unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Die Kunden sind in der Regel Zentralbanken. Das Spezialpapier aus dem Bielatal ist die Basis für weltweit rund 100 Banknoten. Louisenthal ist mit seinen zwei Standorten Königstein und Gmünd am Tegernsee der bundesweit einzige Hersteller von Geldscheinen und Hochsicherheitspapier.

Für die Papierherstellung werden die Baumwollfasern deutlich gekürzt. Danach geht es zum Bleichen. Das Wasserstoffperoxid lässt den eierschalenfarbenen Naturton verschwinden. Nach der Aufbereitung befindet sich in den Bottichen ein schneeweißer Papierbrei, der durch ein Rundsieb gepumpt wird. In der Rundsiebpapiermaschine werden die künftigen Banknoten mit Sicherheitselementen wie Wasserzeichen und Sicherheitsfaden ausgestattet. Das sächsische Werk verlassen jährlich bis zu 11 000 Tonnen Papier.

Der Mutterkonzern Giesecke & Devrient (G&D) wurde 1852 in Leipzig gegründet und ist heute international tätiger Technologiekonzern. Es zählt rund 11 660 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vorigen Jahr einen Umsatz von rund 1,75 Milliarden Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.05.2014

Silvio Kuhnert

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