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Spektakuläre Sicherungsmaßnahmen unter “Sachsens Balkon“

Alpine Felssicherung auf der Bastei Spektakuläre Sicherungsmaßnahmen unter “Sachsens Balkon“

Derzeit bekommen die Gäste an Sachsens meist besuchtem Aussichtspunkt ein besondere Spektakel geboten. Von der Basteibrücke aus lässt sich beobachten, wie starke Jungs am Abhang der Aussichtsplattform in den Seilen baumeln und mit schwerem Gerät die Felswand bearbeiten.

Insgesamt zwölf Löcher müssen gebohrt werden. Dort werden dann Sicherungshaken installiert. Die eigentliche Arbeit findet 15 Meter unter der Basteiaussicht statt. Dort wird eine „Schichtfuge“ mit neuem Mörtel ausgebessert.

Quelle: Jähnig

Lohmen. Derzeit bekommen die Gäste an Sachsens meist besuchtem Aussichtspunkt ein besondere Spektakel geboten. Von der Basteibrücke aus lässt sich beobachten, wie starke Jungs am Abhang der Aussichtsplattform in den Seilen baumeln und mit schwerem Gerät die Felswand bearbeiten. Denn seit dem 30. Mai laufen Alpine Felssicherungsarbeiten unterhalb der Basteiaussicht.

Ein Messmonitoring im vergangenen Jahr hatte ergeben, dass der Felsbereich etwa 15 Meter unter der Aussichtsplattform Verwitterungsstellen aufweist. Deshalb entschied sich der Freistaat, Sicherungsmaßnahmen durchführen zu lassen. „Es besteht definitiv keine Gefahr für die Standsicherheit“, erklärte Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB). Es handele sich nur um reine Vorsichtsmaßnahmen, damit auch zukünftig keine Gefahren entstehen.

Die Spezialfirma Jähnig aus Dorfhain arbeitet nun bereits seit zehn Tagen an dem Projekt. Die Basteiaussicht ist für die gesamte Dauer der Arbeiten gesperrt. Derzeit sind die Spezialisten damit beschäftigt, zwölf jeweils etwa drei Meter Tiefe Löcher in den Felsen zu bohren, um dort ihre Sicherungshaken für die spätere Arbeit anzubringen. Die Eigentlichen Arbeiten am Basteifelsen sollen am Montag beginnen. „Zehn Löcher haben wir schon. Unsere beiden Jungs an den Seilen schaffen etwa eines pro Tag“, so Projektkoordinator Lutz Fliege von der Firma Jähnig.

Und in der Tat gestaltet sich das „Freiluftbohren“ alles andere als einfach. Zunächst müssen zwei Gewindestangen in die Felswand gebohrt werden, an denen dann der eigentliche Bohrer befestigt wird. Das mit einem Diamantkranz bestückte Gerät schleift sich dann jeweils 40 Zentimeter tief in die Felswand und holt den Bohrkern im ganzen heraus. Mit Verlängerungsaufsätzen werden dann etwa drei Meter Tiefe erreicht. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Bohrkerne wieder eingefügt werden.

„Man wird keine Spuren am Felsen sehen“, erklärt Hanspeter Mayr, Sprecher der Nationalparkverwaltung. Um die Arbeiter zu unterstützen, wurde extra ein kleiner Radlager auf die Basteiaussicht gebracht, der schweren Teile ab- und aufseilt. „Das war gar nicht so einfach, denn die Plattform ist an der schmalsten Stelle 1,20 Meter breit“, so Fliege. Im Internet wurde seine Firma dann auf das Spezialgerät aufmerksam und mietete es für die Bauzeit.

Während der eigentlichen Sicherungsmaßnahmen soll ab den kommenden Tagen die sogenannte „Schichtfuge“ in rund 15 Meter Tiefe ausgebessert werden. „In den vergangenen Jahren wurde dort rund ein Zentimeter Sandstein pro Jahr abgetragen“, so Markus Rentsch, Bauleiter beim SIB. Die Spezialisten Firma Jähnig werden in der Schichtfuge einen speziellen Mörtel, der genau die gleiche Dichte und Eigenschaft wie der Sandstein aufweist, anbringen. Dieser soll im besten Fall mehrere Jahrzehnte halten.

Bis zum 22.06 sollen die Arbeiten pünktlich abgeschlossen werden. Zu Beginn des Deutschen Wandertages, der vom 22. bis zum 27. Juni stattfindet, soll die gesperrte Basteiaussicht wieder freigegeben sein.“Sollte uns die Witterung einen Strich durch die Rechnung machen , wird die Baumaßnahme für die Zeit des Wandertages unterbrochen“, erklärte Projektkoordinator Lutz Fiege. Derzeit liege man aber sowohl zeitlich als auch finanziell “sehr gut im Fahrplan“. Der Freistaat Sachsen stellt für die Arbeiten rund 60 000 Euro zur Verfügung.

Von Sebastian Burkhardt

Lohmen, Bastei 50.9619121 14.0731656
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