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Sparkasse Meißen verteidigt Schließungspläne

Acht von 26 Geschäftsstellen vor dem Aus Sparkasse Meißen verteidigt Schließungspläne

Der Schnitt war heftig und so ist auch die Kritik. Schließungspläne der Sparkasse Meißen, nach denen drei Geschäftsstellen zum Jahresende ganz geschlossen und fünf weitere zu SB-Filialen herabgestuft werden, haben im Landkreis Meißen für Verstimmung gesorgt. Der Sparkassenvorstand verteidigt seine Pläne dennoch.

 
 

Quelle: dpa

Meißen.  Der Schnitt war heftig und so ist auch die Kritik. Schließungspläne der Sparkasse Meißen, nach denen drei Geschäftsstellen zum Jahresende ganz geschlossen und fünf weitere zu SB-Filialen herabgestuft werden, haben im Landkreis Meißen für Verstimmung gesorgt. Der Sparkassenvorstand verteidigt seine Pläne dennoch. „Auf die Niedrigzinspolitik, die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Meißen und das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden“ müsse man reagieren, teilt der Vorstand mit. Man sei als Unternehmen mit öffentlichem Auftrag und Gemeinwohlorientierung sehr wohl auch den Gesetzen des Markts unterworfen. Außerdem habe man in den letzten Jahren rund sechs Millionen Euro ins Geschäftsstellennetz investiert. Derzeit verfügt die Sparkasse über 26 Filialen.

Nichtsdestotrotz suche die Sparkasse „Lösungen für die betroffenen Kunden“, wie es heißt. Die sitzen zumeist im ländlichen Raum, wollen weite Wege zur Erledigung ihrer Bankgeschäfte nur ungern auf sich nehmen. Bis zum Ende des Jahres, also dem Zeitpunkt, an dem die Schließungspläne greifen, will die Sparkasse Alternativen für sie bereit halten.

In Schönfeld ist das offenbar schon gelungen. Dort können sich Kunden der Sparkasse Meißen künftig im GDS-Getränkemarkt an der Großenhainer Straße täglich bis zu 200 Euro Bargeld an der Kasse auszahlen lassen. Dieses Modell heißt Bargeld-Agentour und gibt es bisher an acht anderen Stellen im Sparkassengebiet. Die entsprechenden Absprachen zur Einrichtung der Auszahlstelle habe man getroffen, jetzt werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, heißt es. Gleichzeitig sucht die Sparkasse in Schönfeld Räumlichkeiten, um weiterhin Beratungsgespräche anbieten zu können. Auch dazu ist man mit dem Getränkemarkt im Gespräch. Vorbild ist dabei die „Große Emma“ in Zabeltitz, bei der sich die Sparkasse abwechselnd mit anderen Dienstleistern in die gleichen Räume teilt. Das Modell wurde in Sparkassenkreisen bundesweit als Beispiel für eine funktionierende Versorgung auf dem Land gelobt.

Auch in Ebersbach arbeitet die Sparkasse Meißen an ähnlichen Alternativen zur Bargeldversorgung und zu Beratungsräumen. Man befinde sich in konkreten Verhandlungen, heißt es. In Zehren, wo eine SB-Filiale geschlossen wird, will man mit dem Nachnutzer des Gebäudes ebenfalls über die Einrichtung einer Bargeldagentur sprechen. In Stauchitz hat man Pläne in der Schublade, wie eine Bargeldagentur und Räume für Beratungsgespräche eingerichtet werden können, bereits in der Schublade. Die endgültige Zustimmung der entsprechenden Partner will sich die Sparkasse bei Gesprächen Ende August holen. Detaillierte Angaben dazu seien derzeit noch nicht möglich.

Wie bisher bietet die Sparkasse Meißen Beratungsgespräche von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 20 Uhr an – auf Kundenwunsch seit 2009 auch zu Hause oder an einem anderen Ort. Diese mobile Beratung will man aufgrund der steigenden Nachfrage ausbauen. An den vier zentralen Standorten in Riesa (Hauptstraße), Großenhain (Dresdner Straße), Meißen (Altstadt) und Radebeul (Kötzschenbroda) weitet die Sparkasse Meißen die Servicezeiten auf wöchentlich 35 Stunden statt bisher 27 Stunden aus. Auch die Kasse steht an diesen Standorten künftig wöchentlich 27 Stunden statt bisher 19 Stunden zur Verfügung.

Von Uwe Hofmann

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