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Sonderausstellung zu weihnachtlichen Festen und Bräuchen

Schloss Weesenstein Sonderausstellung zu weihnachtlichen Festen und Bräuchen

„Früher war mehr Lametta“, hatte der berühmte Komiker Loriot in einem Sketch kühn behauptet. Dem wird jetzt in der hiernach benannten, am 29. Oktober eröffneten Sonderausstellung im Schloss Weesenstein nachgegangen. Es geht um die vergleichende Vorstellung von Festen und Gebräuchen in Sachsen und Böhmen.

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Die Kastenkrippe war traditionell in Böhmen weit verbreitet. Sie gehörte zum Schmuck jedes Weihnachtszimmers

Quelle: Peter Weckbrodt

Weesenstein. „Früher war mehr Lametta“, hatte der berühmte Komiker Loriot in einem Sketch kühn behauptet. Dem wird jetzt in der hiernach benannten, am 29. Oktober eröffneten Sonderausstellung im Schloss Weesenstein nachgegangen. Es geht um die vergleichende Vorstellung von Festen und Gebräuchen in Sachsen und Böhmen. Das ist schon deshalb zu begrüßen, weil es im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Schlösser Weesenstein und Decin erfolgt. Die notwendige Förderung des Vorhabens wurde über das EU-Projekt „Adelsschätze – Die Lust am Sammeln in Sachsen und Böhme“ – gesichert.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Lametta, das steht eindeutig für Weihnachten, und um weihnachtliche Sitten und Gebräuche geht es auch in der Ausstellung. Und so nimmt der Besucher sie auch tatsächlich war. Er ist daher auch leicht irritiert, plötzlich in Mitten all des Weihnachtlichen plötzlich Lausitzer Ostereierschmuck zu entdecken, zumal das hierzu passende böhmische Äquivalent fehlt.

Der Besucher darf sich über viele richtig schön weihnachtlich gestaltete Museumsräume freuen. Ein Augenschmaus allein schon der Festsaal des Schlosses mit der speziell nach böhmischem Brauchtum eingedeckten Festtafel. Der Besucher erfährt, dass der 24. Dezember in Böhmen ein traditioneller Fastentag ist. Es wird deshalb bis zum Abend wenig gegessen. Wer es ohne einen Bissen aushält, so das den Kindern gegebene Versprechen, kann am Abend das „Goldene Schweinchen“ sehen. Weil Fleisch am Fastentag tabu ist, wird auf der Festtafel panierter Karpfen serviert. Die Sachsen plagen solche Einschränkungen bekanntlich nicht, vom klassischen Kartoffelsalat mit Würstchen bis zum erzgebirgischen Neunerlei ist Alles erlaubt.

Wenig unterschiedlich warteten in böhmischen wie in sächsischen Stuben Märchenbücher, Puppenstuben, Dampfmaschinen-Modelle und Weihnachtsengel auf leuchtende Kinderaugen. Der Besucher begeistert sich für böhmische Krippenkästen, salopp auch Faulenzerkästen genannt, weil diese recht bequem auf – und abbaubar waren. Diese Kastenkrippen waren häuslich geworden, nachdem Kaiser Josef II. (1741-1790) in seinem Toleranzpatent von 1781 das Aufstellen von Krippen in den Kirchen verboten hatte.

Ähnlich begeistern kann ein Christbaumständer im dekorativen Furnierholzkasten mit eingebautem Uhrwerk zum Abspielen von Musikblechplatten.

Stimmungsmäßig perfekt wird der Aufenthalt im Weesensteiner Schloss, wenn man ihn mit dem Besuch einer der Sonderveranstaltungen in vorweihnachtlicher Zeit einschließlich des Weihnachtsmarktes verbindet.

Von Peter Weckbrodt

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