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Siegerentwurf im Architekturwettbewerb sieht Neubau am Radebeuler Gymnasium vor

Luisenstift rückt zusammen Siegerentwurf im Architekturwettbewerb sieht Neubau am Radebeuler Gymnasium vor

Das Dresdner Büro Pussert Kosch Architekten hat den Architekturwettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des Altbaus des Gymnasiums Luisenstift gewonnen. Neben der dringend erforderlichen denkmalgerechten Sanierung des Altbaus schlagen die Architekten einen Neubau vor.

Der Altbau (li.) soll denkmalgerecht saniert werden. Zudem soll ein moderner Anbau zum Anziehungspunkt in der Mitte des Schulgeländes werden.

Quelle: Visualisierung: Pussert und Kosch

Radebeul. Neben der dringend erforderlichen denkmalgerechten Sanierung des Altbaus, der im Zuge der Arbeiten barrierefrei wird und einen modernen Brandschutz erhält, schlagen die Architekten Dirk Pussert und Achim Kosch den Abriss des Verwaltungstrakts im Westen des Schulaltbaus und den Neubau eines funktionalen Schulgebäudes im Osten vor. Dort sollen naturwissenschaftliche Kabinette, Kursräume, eine Cafeteria und ein Mehrzweckraum untergebracht werden. Bis zum Sommer wolle man die Planung vorantreiben und einen Fördermittelantrag stellen, sagte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) bei der gestrigen Preisverleihung. Wird dieser bewilligt, könnte ab 2017 in zwei Bauabschnitten gebaut werden. Die Kosten werden auf 7,1 Millionen Euro geschätzt.

Mit ihrer Entscheidung, den Neubau zwischen dem historischen Altbau und dem 2007 bis 2009 für rund acht Millionen Euro sanierten Weinberghaus des Luisenstifts zu platzieren, habe das mit 12 500 Euro Preisgeld belohnte Büro "die architektonische Gretchenfrage" im Wettbewerb am überzeugendsten beantwortet, sagte die Architektur-Professorin Angela Mensing-de Jong, die den Juryvorsitz innehatte. Eigentlich wollte Radebeul einen Neubau nur an Stelle eines wenig funktionalen Verwaltungstrakts an der westlichen Grundstücksgrenze zulassen. Die Jury hatte sich dagegen eingesetzt, den Architekten die Entscheidung über das beste Baufeld zu überlassen. Die Idee der Verlagerung in die Mitte des Schulgeländes, wo noch dazu durch eine Cafeteria im Erdgeschoss, ihrem Vorplatz und dem hinter ihr liegenden Mehrzweckraum ein neues Zentrum für Schüler und Lehrkräfte entsteht, hatte sich schließlich nach drei Runden durchgesetzt, wie Mensing-de Jong berichtete. Wo bisher mit Altbau und Weinberghaus zwei abgegrenzte Komplexe stünden, rücke das gesamte Ensemble mehr zusammen, meinte sie. Dabei wirkt der Neubau äußerlich zurückhaltend, passt sich mit seiner zwei- bis dreigeschossigen Bauweise dem Hanggefälle an und wird durch die üppige Dachbegrünung aus der Luft kaum zu erkennen sein.

8000 Euro Preisgeld bekamen die Kölner Architekten Jörn Warnebier und Sabine Trilling für ihren Entwurf, der einen Neubau am westlichen Grundstücksrand vorsieht. Sie hatten sich mit einem Glasdach, das durch das Aufbringen von Photovoltaikzellen wie ein Laubdach wirken sollte, einen besonderen Clou überlegt. Den mit 5500 Euro dotierten dritten Platz belegten die Dresdner Architekten Burkhard Seidel und Christian Murr. Pikant war das Urteil über den Entwurf des Radebeuler Büros Baarß und Löschner. Weil sie einen Einzelbau ohne jegliche Verbindung zum Hauptgebäude vorschlugen, meinten manche in der Jury, dass die verantwortlichen Architekten keinerlei Kenntnis der örtlichen Bedingungen hätten. Die Jury fand es mutig, die Schulleitung unpraktisch, am Ende gab es den vierten Platz und 3700 Euro Preisgeld.

Uwe Hofmann

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