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Seifersdorf bekommt wieder eine Kita

Seifersdorf bekommt wieder eine Kita

Nach über neun Jahren Streit zwischen Elternschaft und Gemeinde gibt es nun ein glückliches Ende in der Auseinandersetzung um den Kindergarten im Wachauer Ortsteil Seifersdorf.

Dieser befand sich ursprünglich im bekannten Brühlschen Wasserschloss und wurde im November 2004 geschlossen. Ausschlaggebend waren für die Gemeinde Kostengründe, da die Betriebskosten in Seifersdorf pro Kind und Jahr deutlich über dem Niveau der anderen Wachauer Kindertagesstätten lagen. Zudem hätten in die Beseitigung von Sicherheitsmängeln rund 110 000 Euro investiert werden müssen. Damals zu viel Geld aus Sicht der Wachauer CDU-Gemeinderatsfraktion, welche die Schließung seinerzeit als einzige politische Kraft befürwortete. So mussten die Seifersdorfer Eltern fortan ihre Zöglinge in das Nachbardorf Lomnitz bringen, was heftigen Protest auslöste. Dieser Protest gipfelte 2005 in einem Bürgerentscheid. Dabei sprachen sich 62,5 Prozent der Wachauer Wähler für die Wiedereinrichtung einer Kindertagesstätte im Ortsteil Seifersdorf aus. Allerdings wurde auch festgeschrieben, dass dafür nur der kostengünstigste Standort infrage kommt. Bis 2008 wurde dann zwischen CDU und der Offenen Bürgerliste im Gemeinderat über die Standortfrage gestritten. Dank Stimmenmehrheit der CDU wurde schließlich ein altes Schulgebäude als neuer Kitastandort auserkoren. Mit dem Umbau wurde jedoch begonnen, bevor überhaupt eine Baugenehmigung vorlag. Daraufhin stoppte das Landratsamt den Schwarzbau. Zudem meldeten Experten von Gesundheits-, Jugend-, Bauamt und Unfallkasse Bedenken an. So hatte die verantwortliche Architektin lediglich einen Gruppenraum für 20 Kinder vorgesehen. In der Planung fehlten unter anderen eine Garderobe, der Personalraum und Räumlichkeiten für eine separate Essenausgabe. Damit war das Projekt praktisch gestorben. (DNN berichteten). Außerdem sah sich die Gemeinde durch die zwischenzeitlich ins Land gegangenen Jahre nicht mehr an den Bürgerentscheid gebunden. Argumentiert wurde auch mit angeblich vorhandenen Überkapazitäten. Inzwischen wurden die damalig prognostizierten Bedarfszahlen über den Haufen ge- worfen. Zudem beschleunigte der gesetzliche festgeschriebene Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz die Entscheidungsfindung im Gemeinderat. So soll nun in der Nähe zur Einfahrt zum Seifersdorfer Tal ein Kindergartenneubau entstehen. Das benötigte Grundstück hat sich die Gemeinde gesichert und den notwendigen Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Spätestens Ende 2014 soll die neue Kita mit 21 Krippenplätzen und 39 Kindergartenplätzen ihren Betrieb aufnehmen. Die Baukosten sollen 1,3 Millionen Euro betragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2013

wp

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