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Sechs sächsische Weingüter punkten bei Bundesweinprämierung

Sechs sächsische Weingüter punkten bei Bundesweinprämierung

Bei der diesjährigen Bundesweinprämierung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) haben insgesamt sechs Weingüter aus dem sächsischen Anbaugebiet Medaillen für insgesamt 43 Weine und Sekte erhalten. Besonders erfolgreich waren die Winzergenossenschaft Meissen und das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth

Meißen. mit je elf Medaillen. Einen goldenen DLG-Extrapreis erhielt ein Traminer-Sekt der Genossenschaft. Ferner können sich das Weingut Schloss Proschwitz zur Lippe, die Holflößnitz, Drei Herren und das Weingut Steffen Schabehorn mit Bundesmedaillen schmücken.

Unter den angestellten Weinen aus Sachsen war nur ein Rotwein, eine Cuvée vom Weingut Drei Herren aus Radebeul. Ansonsten bekamen die Prüfer auch eher seltene Kreationen von den Elbhängen zum Verkosten, wie Solaris Auslesen oder Weine aus neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, wie Souvignier gris oder Cabernet blanc. Die Genossenschaft erhielt auch zwei Silbermedaillen für halbtrockene Schieler. Diese Rotlinge aus gemeinsam abgepressten roten und weißen Trauben sind den Sachsenwinzern unter diesem Namen vorbehalten. Eine Bronze-Medaille ergatterte das Sörnewitzer Familienweingut von Steffen Schabehorn für eine 12er Riesling Auslese mild.

Die Bundesweinprämierung gilt als unabhängig. Sitzen doch in der Prüfungsrunde keine Winzer oder Kellermeister, die ihre eigenen oder die Weine der Konkurrenz bewerten müssen beziehungsweise als Sommeliers mit Weingütern bestimmter Regionen in Geschäftsbeziehungen stehen. In diesem Jahr haben 60 Prüfer in drei Prüfrunden rund 4300 Weine und Sekte blind verkostet, sodass ein Identifizierung einzelner Tropfen kaum möglich sein dürfte. Insgesamt vergab die Jury 62 Gold Extra-, 782 Gold-, 1513 Silber- und 980 Bronze-Medaillen. Aus Sachsen waren 58 Weine angestellt worden, von denen 43 eine Auszeichnung erhielten.

Weingüter müssen für die Anstellung jeden Weins bei der Bundesweinprämierung 120 Euro zahlen, sodass viele Betriebe auf eine Teilnahme verzichten. Alle Weine, die angestellt werden, müssen zuvor bei Landes- oder Gebietsweinprämierungen erfolgreich gewesen oder mit dem Deutschen Weinsiegel vorprämiert sein.

Bei der Bewertung arbeitet die Jury nach dem DLG-5-Punkte-Schema. Dabei werden zusätzlich zu den nominellen Weinbewertungen der Prüfer die Weine mit Merkmalseigenschaften beschrieben. Dabei verkostet zunächst jeder Prüfer alle ihm vorgestellten, nummerierten Weine individuell und ohne jegliche Beeinflussung oder Diskussion. Nachdem der Prüfer mit Hilfe des Schemas seine Punkte in den einzelnen Prüfmerkmalen (Aussehen, Geruch, Geschmack, Typizität) zugeordnet hat, werden die Ergebnisse aller Einzelprüfer erfasst.

lars müller

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