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Sebnitz: Warmer Abriss mit dem Gashahn

Sebnitz: Warmer Abriss mit dem Gashahn

Sieglinde K., Henrike O. und Hendrik K. sind eine Familie, die eine ganz eigene Art hat, Probleme zu lösen. Allerdings ist die nicht legal. Deshalb müssen sie sich jetzt wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchten Betrug und Eingriff in den Bahnverkehr vor dem Dresdner Landgericht verantworten.

Mama Sieglinde, Tochter Henrike und Sohn Hendrik besaßen zwei nebeneinander liegende Häuser an der Straße Am Bahndamm in Sebnitz, die sie im Frühjahr 2006 verkaufen wollten. Für die Grundstücke fanden sich allerdings keine Käufer. So kam das Trio auf eine Bombenidee, um die Häuser loszuwerden und trotzdem zu einer Menge Geld zu kommen. Sie schlossen für die Gebäude Versicherungen von jeweils rund 500 000 Euro ab. Am Morgen des 12. Juni 2006 öffneten sie dann den Hauptgashahn in einem der Häuser, stellten eine brennende Kerze auf und verließen das Gebäude. 10.15 Uhr kam es zur Explosion. Das Haus wurde zerstört und das Nachbargebäude schwer beschädigt. Durch herumfliegende Steine und Glassplitter wurden Passanten verletzt, zudem kam es zu Behinderungen an der Bahnstrecke. Die Angeklagten versuchten zwar die Versicherungssumme geltend zu machen, der ganze Schwindel flog aber auf. Zu den Vorwürfen äußerten sie sich gestern nicht, es wird also eine längere Beweisaufnahme geben. Der Prozess wird fortgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2013

Monika Löffler

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