Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Sconto in Coswig darf am Sonntag öffnen

Extrawurst für den Rückkehrer Sconto in Coswig darf am Sonntag öffnen

Seit Beginn dieser Woche hat der erneuerte Sconto-Möbelmarkt an der Dresdner Straße in Coswig geöffnet und lockt Käuferscharen mit Rabatten. An diesem Sonntag folgt nun ein verkaufsoffener Sonntag, den Coswig extra für das Gewerbegebiet rings um den Möbelmarkt erlassen hat.

Voriger Artikel
Seit 180 Jahren: Gerüttelt, nicht gerührt
Nächster Artikel
Radebeul gibt Architekten eine Denkaufgabe

Am Sonntag darf der neue Sconto seine Wiedereröffnung am alten Standort mit Sonderöffnungszeiten feiern.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig. Nachdem sich der Besitzer der Möbelkette, Kurt Krieger, für einen Verbleib am Standort entschieden hatte, wollte man dem Unternehmen ganz offenbar keine Steine in den Weg legen. Am Sonntag wolle man die Eröffnung gebührend feiern, begründet Wirtschaftsförderer Osman Nasr das Vorhaben. Dass es sich dabei um einen Wunsch handelt, den das Unternehmen geäußert hat, verschweigt er nicht. Geeignete Daten für verkaufsoffene Sonntage spreche man immer mit den Unternehmen ab, die sich daran beteiligen sollen und wollen.

Nicht allen Stadträten gefällt das. Man solle doch aufpassen, "dass wir uns von Herrn Krieger nicht solche Unterlagen hier unterschieben lassen", meint Linke-Stadträtin Evelin Pörnyeszi. Die überwiegende Mehrheit der Stadträte stimmte jedoch zu, weshalb Krieger an der Dresdner Straße mit einen verkaufsoffenen Sonntag genau das bekommt, was ihm beispielsweise Dresden für den Elbepark in der Adventszeit verwehrt hat (DNN berichteten).

Damit ist im Übrigen das Stichwort gefallen, mit dem sich der Sconto-Neubau in Coswig erklären lässt. Eigentlich plante das Unternehmen, den Standort aufzugeben und am Elbepark neu zu bauen. Dort hatte man diesem Vorhaben allerdings Steine in den Weg gelegt, als sich Stadt und Eigentümer wegen irregulärer Verkaufsflächen im erweiterten Elbepark stritten und die Stadt sich mit strengen Sanktionen durchsetzte. Das endgültige Aus für den Dresdner Sconto kam, als sich Radebeul und Krieger außergerichtlich wegen der Nachteile einigten, die die Lößnitzstadt durch die Elbepark-Erweiterung erlitten hat. Eine Million Euro floss deswegen nach Radebeul, die in den Ausbau des Straßennetzes investiert werden soll. Außerdem musste Krieger das Versprechen geben, den Sconto nicht zu bauen. Er plante um und entschied sich für einen Neubau am alten Standort in Coswig.

"Ich bin von allen Kollegen im Landkreis dazu beglückwünscht worden", sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). Nicht nur, weil nach der konkursbedingten Schließung der Praktiker-Filiale mit dem Wegzug von Sconto das Gewerbegebiet zu verwaisen drohte. "Herr Schubert hat deswegen ein breites Grinsen im Gesicht - Sie wissen, was das heißt", ergänzt Neupold mit Verweis auf Thomas Schubert (parteilos), der als Bürgermeister und Kämmerer für die städtischen Finanzen zuständig ist. Klingende Kassen im Sconto lohnen sich auch für die Coswiger Stadtkasse. Über die Daten der noch verbleibenden drei möglichen verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2016 will der Stadtrat auf einer seiner nächsten Sitzungen noch beraten.

Uwe hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr