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Schwimmer nehmen Pirnaer Halle in Besitz - Sportbetrieb im 6,15 Millionen Euro teuren Neubau beginnt

Schwimmer nehmen Pirnaer Halle in Besitz - Sportbetrieb im 6,15 Millionen Euro teuren Neubau beginnt

In der Geschichte des Pirnaer Schwimmsports schlägt die Stadt ein neues Kapitel auf. Der Schwimmbetrieb in der neuen Halle an der Seminarstraße hat begonnen.

Pirna.

Die ersten Schwimmer weihten gestern das Becken ein. "Es ist ein großer Tag für den Schul- und Vereinssport", sagte Olaf Schwarze, Geschäftsführer der Stadtwerke Pirna (SWP). In rund anderthalbjähriger Bauzeit hat das städtische Tochterunternehmen für rund 6,15 Millionen Euro die Sportschwimmhalle errichten lassen.

45 Jahre hat die alte Halle ihren Dienst verrichtet. Auf dem einstigen Parkplatz davor wuchs seit Frühjahr 2013 ein neuer Bau. Markant ist das weiße Dach. Es soll mit seinen Brüchen, Ecken und Verwerfungen an ein über ein Stuhl gelegtes Handtuch erinnern. Von der alten Schwimmhalle ist nichts mehr zu sehen. Wo sie einst stand, werden bis Ende dieses Jahres neue Parkplätze für die Hallennutzer geschaffen. "Es ist ein nahtloser Übergang", so Schwarze. Denn vor den Sommerferien schwammen Schüler und Vereinssportler noch im alten Becken, mit Schuljahresbeginn ziehen sie im neuen ihre Bahnen.

Die Dimensionen des Schwimmbeckens sind die gleichen wie bei seinem Vorgänger. Es misst 25 Meter Länge, 12,5 Meter Breite und ist 1,80 Meter tief. Es fasst 653 000 Liter. Allerdings die Halle drumherum ist doppelt so groß. Für ihren Betrieb wird künftig nur noch die Hälfte an Energie verbraucht. Rund 63 000 Tonnen Stahl wurden für die Dachkonstruktion verbaut. 400 Quadratmeter Natursteinplatten verlegten die Bauarbeiter, 400 Quadratmeter Glasfassade sorgen für reichlich Tageslicht in dem neuen Haus. Das bietet nun auch Platz für ein Bewegungsbecken, in welchem unter anderem Schwimmanfänger sich an das Bewegen im Wasser gewöhnen können und das für Therapieübungen genutzt werden kann. Zusätzlich bietet das Gebäude einen Gymnastikraum für Trockenübungen. Die alte Halle nutzten jährlich im Schnitt 68 000 Schul- und Vereinssportler. Auch der Belegungsplan für die einzelnen Bahnen im Nachfolgebau sei zum Start des Schwimmbetriebs gut gefüllt. Allerdings hat die neue Halle noch freie Kapazitäten. "Sie ist bisher zu 80 Prozent ausgelastet", informierte Schwarze.

Die alte Schwimmhalle musste durch einen Neubau ersetzt werden, weil der Zahn der Zeit bzw. vielmehr die feuchte Luft am Stahl im Beton nagte. Nach vier Jahrzehnten Dauerbetrieb rostete die Armierung, die geforderten Qualitäts- und Sicherheitsstandards waren nicht mehr gegeben. Weil die Zulassung für den Schwimmbetrieb im kommenden Jahr ausgelaufen wäre, entschieden sich Stadtwerke und die Stadt vor rund fünf Jahren für einen Neubau. "Es ist nicht selbstverständlich ohne Fördermittel zu bauen", meinte Schwarze. Die SWP nahmen zur Finanzierung des Vorhabens einen Kredit auf, für den die Stadt bürgt. Es sei auch nicht selbstverständlich, dass die Bauzeit eingehalten werde, so Schwarze. Die Eröffnung zum Schuljahresbeginn 2014/15 war fest geplant. Zur Einweihung zeigten Synchronschwimmerinnen und DLRG-Rettungsschwimmer ihr Können, junge Sportler des SV Fortschritt Pirna führten die Grundschwimmarten vor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2014

Silvio Kuhnert

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