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Schwalbenzähler: Kinder- und Natur AG Großdittmannsdorf findet immer weniger Nester vor

Schwalbenzähler: Kinder- und Natur AG Großdittmannsdorf findet immer weniger Nester vor

Großdittmannsdorf. "Wir haben leider keine mehr". Diesen Satz bekamen die Mitglieder der Kinder & Jugend Natur-AG in Großdittmannsdorf an einem Sonnabend im Juni mehrfach zu hören.

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Solche Schwalbennester werden in Großdittmannsdorf rar. Viele Hausbesitzer tolerieren die Brutplätze nicht an ihren Dachüberständen.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Gemeint waren Schwalben. Denn die Kinder und Jugendlichen der Arbeitsgemeinschaft waren damals in ihrem Heimatdorf unterwegs, um die markanten Segler zu zählen. Akribisch listeten sie in den mitgeführten Karteikarten auf, wo und wie viele Mehl- und Rauchschwalben in diesem Jahr in Großdittmannsdorf Nester gebaut und gebrütetet haben.

13 AG-Mitglieder hatten sich diesen Sonnabendnachmittag frei gehalten, um mit Stift und Klemmmappe sowie einigen Flyern ausgerüstet loszuziehen. Unter ihnen die zehnjährige Emma sowie Oskar und Philipp, zwei 16-Jährige, die sich Grundstücke an der Hauptstraße vorgenommen hatten. Dass ihnen nicht überall aufs Klingeln geöffnet wurde, brachte sie nicht aus der Fassung. Umso mehr freuten sie sich, wenn ihnen die Dorfbewohner Auskunft gaben, wie es denn 2013 mit den Schwalben aussah bzw. noch aussieht. Die Tendenz ist allerdings negativ. Das deutete sich schon bei der letzten Schwalbenzählung 2009 an. Vor allem bei den Rauchschwalben, früher als Glücksbringer besonders willkommen, ist der Schwund offensichtlich. Wurden 1982 im Dorf noch 83 besetzte Nester gezählt, so waren es 2009 nur noch 38 und in diesem Jahr 35. Betina Umlauf, Leiterin der Kinder AG, die die Schwalbenzählung vorbereitet hat, weiß auch warum. Rauchschwalben, erkennbar an der bräunlichroten Kehle, nisten in Gebäuden, am liebsten in Ställen, wo es wegen der dort gehaltenen Tiere auch viele Fliegen gibt. Solche Ställe sind rar geworden im Dorf.

Aber auch die etwas kleineren Mehlschwalben mit ihren weißen Bürzeln werden seltener. Manche Großdittmansdorfer wundern sich darüber. Andere haben ganz aktiv dazu beigetragen. Mehlschwalben kleben ihre Nester aus getrocknetem Schlamm am liebsten unter die Dachüberstände. Vor allem an frisch sanierten Häusern dulden das nur wenige Besitzer. Zumal es beim Aufziehen der Jungschwalben nicht ohne Kot abgeht. Zwar könnte man den mit Brettern auffangen. Aber auch davon wollen die wenigsten Hausbesitzer etwas wissen. So gab es 1982 noch 98 besetzte Mehlschwalbennester, 2009 aber nur noch 71 und 2013 sogar nur noch 41. Die meisten davon bei der Agrargenossenschaft. Aber auch am Wohnhaus von Rosmarie Wolf gab es in diesem Jahr noch vier Mehlschwalbennester. "Meine Tochter und ich sind begeistert", erzählt sie den Schwalbenzählern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.09.2013

Lichtenberger, Bernd

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