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Schutz für die Kunstseidensiedlung: Rückhaltebecken soll Sturzbach zähmen

Schutz für die Kunstseidensiedlung: Rückhaltebecken soll Sturzbach zähmen

Um die Kunstseidensiedlung besser vor Überschwemmungen zu schützen, ist in Pirna Hochwasserschutz vorgesehen. Die Pläne nehmen immer mehr Gestalt an. Die Stadt plant ein Hochwasserrückhaltebecken oberhalb der Großsedlitzer Straße.

Außerdem soll der Hospitalbuschbach umgelegt werden. Dafür muss allerdings ein Garagenhof verschwinden.

Es ist eigentlich ein kleines Rinnsal, das von Großsedlitz kommend durch den Hospital- und Schlosserbusch in Richtung Elbe plätschert. Oft führt der Bach nicht einmal Wasser. Doch nach heftigen Gewittergüssen stürzte wiederholt eine Schlammlawine die Großsedlitzer Straße herunter, flutete die Keller der Anwohner und das Möbelhaus Graf. Die Schlammmassen legten sogar den Verkehr auf der Bundesstraße lahm. In der jüngeren Vergangenheit kam es 2002, 2006, 2010 und 2013 zu Überschwemmungen, wie Bauamtsleiter Uwe Schädlich informierte.

Das Einzugsgebiet des sporadisch fließenden Gewässers liegt auf dem Gebiet der Städte Heidenau und Pirna. "Es hat eine Größe von zirka 1,33 Quadratkilometern, reicht im Süden an den Autobahnzubringer B172a und umfasst im Westen Teile von Großsedlitz einschließlich des Barockgartens Großsedlitz", erläutert Schädlich. Aufgrund der Größe soll ein Paket an Schutzmaßnahmen eine erneute Überflutung des Wohn- und Gewerbegebietes verhindern. Konkret werden laut Schädlich elf Vorhaben geplant.

Dazu gehört auf Pirnaer Flur ein Hochwasserrückhaltebecken. Das soll auf dem Gelände des bestehenden Garagenhofes gebaut werden, um so die Großsedlitzer Straße vor einer Überflutung nach Starkniederschlägen zu schützen. "Mit dem Eigentümer des Grundstückes des Garagenhofes wurde Kontakt aufgenommen. Er hat grundsätzlich die Verkaufsbereitschaft signalisiert", berichtete Schädlich. Da die Garagen wegfallen, führt die Stadt derzeit eine Umfrage unter den Pächtern durch, um den Stellplatzbedarf in dem Gebiet zu ermitteln. Denn es soll "soweit als möglich" Ersatz geschaffen werden. "Als eine Möglichkeit wird derzeit die Herstellung von Stellplätzen westlich des Hochwasserrückhaltebeckens mit den Trägern öffentlicher Belange diskutiert", so Schädlich.

Außerdem soll der Hospitalbuschbach neu verlegt werden. Der verläuft derzeit durch ein Rohr hinter den Häusern im oberen Teil der Großsedlitzer Straße und endet in der städtischen Kanalisation. Das Wasser fließt damit letztlich ins Klärwerk in Dresden-Kaditz.

Künftig soll der Bach in die Elbe fließen. Dafür wird das bestehende Kanalnetz von einem Misch- in ein Trennsystem umgewandelt. Das bedeutet, der Bach sowie die Abwässer der Häuser bekommen jeweils ein eigenes Rohr.

Der Stadtentwicklungsausschuss wird sich am kommenden Donnerstag mit den Plänen beschäftigen. Geben die Stadträte grünes Licht, werden die Planungen weiter konkretisiert. Dann kann die Stadtverwaltung auch finanzielle Unterstützung mittels Fluthilfe-Geld beantragen. "Der Generaltermin zur Hochwasserschadensbeseitigung sieht eine Ausführung zwischen 11. Februar 2016 und 30. Januar 2017 vor", teilte Schädlich mit. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr so früh als möglich beginnen. Die Stadt rechnet mit Baukosten von knapp 3,18 Millionen Euro. Zur Finanzierung werden rund 830000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht. Bei dem restlichen Betrag von 2,35 Millionen Euro handelt es sich um Fluthilfe-Gelder.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2015

Silvio Kuhnert

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