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Schuhs verleihen Regent-Wein südeuropäisches Temperament

DNN-Verlosung Schuhs verleihen Regent-Wein südeuropäisches Temperament

Das Weinhaus Schuh aus Sörnewitz hat seinen ersten Likörwein nach Art eines Portweins vorgestellt. Für den purpurroten Dessertwein seien Trauben der Rebsorte Regent sorgfältig selektiert worden, die an den sonnenverwöhntesten Stellen des Meißner Klausenbergs reiften.

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Winzerfamilie Schuh - Katharina Pollmer, Matthias Schuh, Martina Schuh (vorn) und Walter Schuh (re.) - hat erstmals einen Likörwein nach Art eines Ports vorgestellt.

Quelle: Lars Müller

Meißen/Sörnewitz. Das Weinhaus Schuh aus Sörnewitz hat seinen ersten Likörwein nach Art eines Portweins vorgestellt. Für den purpurroten Dessertwein seien Trauben der Rebsorte Regent sorgfältig selektiert worden, die an den sonnenverwöhntesten Stellen des Meißner Klausenbergs reiften, erklärte Winzer Walter Schuh. Auch der Tresterbrand, mit dem die Gärung gestoppt wurde, sei für das Weinhaus Schuh aus Regent-Beerenschalen vom Klausenberg gebrannt worden. Da Portwein als geschützte Herkunftsbezeichnung nur für Süßweine aus Portugal genutzt werden darf, verkaufen die Schuhs ihre Kreation aus sächsischen Trauben als "Regent Qualitätslikörwein".

Die Idee ist bereits im Jahr 2007 geboren worden - unter der südlichen Sonne im Norden Portugals. Walter Schuh hatte gemeinsam mit seinem Winzermeister Holger Horter in Portugal verschiedene Korkproduzenten besucht. Dabei haben die beiden Weinexperten natürlich auch verschiedene Weinberge besichtigt und ganz nebenbei erfahren, dass die portugiesischen Winzerkollegen an den Hängen des Douro-Flusses mit dem Anpflanzen von Riesling begonnen haben. "Wenn die Portugiesen aus dieser klassischen deutschen Rebsorte Wein machen, dann können wir in Sachsen auch Port machen", haben sich die beiden Winzer gedacht. Die Kollegen in Portugal hätten zunächst darüber gelächelt, was die erfahrenen Winzer von der Elbe aber nicht entmutigte.

Am 17. Oktober 2008 wurden dann auch auf der Regent-Anlage des Klausenbergs die reifsten Trauben sorgfältig ausgewählt und gelesen. Die inzwischen 16 Jahre alten Weinstöcke stehen auf Granitverwitterungsboden. "Die Trauben stammten nur von den direkt nach Süden ausgerichteten Lagen und von geschützt an wärmenden Weinbergmauern stehenden Rebstöcken", sagte Schuh. Das Mostgewicht lag bei 152 °Oechsle, der Ertrag umgerechnet lediglich bei 15 Hektolitern je Hektar. Für Rotwein wird üblicherweise gut die dreifache Menge geerntet.

Zunächst wurden die vom Stielgerüst befreiten Trauben klassisch auf der Maische vergoren. Beim Portweinverfahren wird die Gärung bei Erreichen des gewünschten Restzuckergehalts jedoch gestoppt. Das geschah nach dem Abpressen. Hierzu wurde der Wein aufgesprittet, das heißt, es wurde Regent-Tresterbrand mit 80 Prozent vol. Alkohol zugegeben. Auf diese Weise entsteht das portweintypische Aroma. Anschließend reifte der Likörwein fünf Jahre im Barrique-Eichenholzfass - zwei Jahre in einem als Erstbelegung und drei weitere Jahre in einem anderen Fass in Zweitbelegung. Danach wurde der Wein abgefüllt und gekühlt gelagert. Likörwein soll es im Weinhaus Schuh künftig regelmäßig geben. Allerdings bringe nicht jedes Jahr die geeigneten klimatischen Bedingungen für optimales Lesegut, sodass nicht vom jedem Jahrgang Likörwein nach Art eines Ports ausgebaut werden könne, betonte das Winzerurgstein.

Das Aufspritten des Weins hatte in der Geschichte übrigens einen ganz praktischen Hintergrund: Als in hölzernen Handelsschiffen an Kühlung nicht zu denken war, wurde insbesondere von Engländern auf mit Neutralalkohol angereicherte Weine zurückgegriffen. Das garantierte eine längere Haltbarkeit der Weine, deren Qualität mit heutigen Weinen nicht zu vergleichen war.

Das Weinhaus Schuh spendiert DNN-Lesern drei Flaschen des Regent Likörweins im Wert von je 32,50 Euro. Wer gewinnen möchte, schickt bis Sonntag eine Mail an lokales@dnn.de mit dem Stichwort "Likörwein". Die Gewinner werden benachrichtigt und können die Weine dann in der Vinothek des Weinguts Meißen am Markt abgeholt werden.

Lars Müller

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