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Schuhfabrik Meißen bald Geschichte: Schornstein wird gesprengt

Schuhfabrik Meißen bald Geschichte: Schornstein wird gesprengt

Meißen. Große Teile der ehemaligen Schuhmanufaktur in Meißen sind bald Geschichte. Der Abriss auf dem Areal des einstigen DDR-Vorzeigebetriebs hat begonnen. Heizhaus, Werkstatt, Lkw-Garage und andere Baracken sind bereits verschwunden.

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Die Abrissarbeiten auf dem ungenutzten Teil der ehemaligen Schuhmanufaktur sollen im Oktober beendet sein.

Quelle: Stephan Klingbeil

Am Montag, um 16 Uhr, soll dort der fast 35 Meter hohe Schornstein gesprengt werden. Nicht abgerissen werde das markante, verwaiste Manufakturgebäude, in dem sich einst das Finanzamt befand, so Architekt Matthias Hor aus Meißen.

Die Kosten für die Abbrucharbeiten seien indes weit niedriger als geplant - ein Ergebnis der Ausschreibung, bei der sich 26 Firmen beteiligten. Die Bothur GmbH aus Großenhain erhielt den Zuschlag. Die Abrisskosten für Meißen belaufen sich auf rund 180 000 Euro. Für die Arbeiten waren ursprünglich über 510 000 Euro an Fördermitteln bewilligt worden. Diese Zuschüsse würden laut Stadt nicht mehr gebraucht, wenn auf dem Areal nicht weiter investiert wird.

Geplant ist, dass der Abbruch samt Bodenproben auf dem Gelände zwischen Hermann-Grafe-Straße und Ziegelstraße bis Oktober abgeschlossen sind. Zuletzt wird das 20 000 Quadratmeter große alte Areal begrünt. "Mit dem Abbruch der ehemaligen Schuhmanufaktur verschwindet eine weitere innerstädtische Brachfläche", sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). "So wird das Gewerbegebiet attraktiver für neue Investoren." Ein Viertel der Flächen ist bereits vergeben an dort angesiedelte Handwerker.

Die Schuhmanufaktur wurde 1911 errichtet, nach 1945 in VEB Meißner Schuhfabrik umbenannt. 1995 wurde die Produktion eingestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2013

Stephan Klingbeil

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