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Schüler beleben alten Förstergarten

Neuer Lehr- und Schaugarten des Forstbezirks Dresden in Kreyern Schüler beleben alten Förstergarten

Am Forsthaus Kreyern, das auf Coswiger Flur liegt, hat der Forstbezirk Dresden einen Lehr- und Schaugarten geschaffen. Es handelt sich um eine historische Anlage, die durch wesentliche Mitwirkung Coswiger Schüler im Zeitgeist frühbarocker Gärten wiederbelebt wurde. Das waldpädagogische Angebot des Forstbezirkes soll zudem durch Tagesprogramme erweitert werden.

Der Förstergarten wurde dieses Jahr zum ersten Mal bepflanzt und muss nun Stück für Stück wachsen.

Quelle: Forstbezirk Dresden

Coswig. Am Forsthaus Kreyern, das auf Coswiger Flur liegt, hat der Forstbezirk Dresden einen Lehr- und Schaugarten geschaffen. Es handelt sich um eine historische Anlage, die durch wesentliche Mitwirkung Coswiger Schüler im Zeitgeist frühbarocker Gärten wiederbelebt wurde.

„Der Garten soll streng die Anforderungen von Kräuter- und Küchengärten erfüllen, ein Lehrstück sächsischer Gartenkunst sein und die Überzeugung vermitteln, dass ein schön gestalteter Garten Geist, Geschmack und Gemüt beeinflussen kann“, erklärt Dirk Fanko, zuständiger Referent im Forstbezirk Dresden, das Anliegen. Der Anbau von Nutz-, Heil- und Zierpflanzen erfordere viel Geschick und Arbeit. Dies zu erlernen soll die Schauanlage ermöglichen. Projekttage mit Themen rund um die Garten- und Kräuterwelt sowie gesunde Ernährung ergänzen das pädagogische Angebot.

Als schulische Partner gewann der Forstbezirk zunächst das Förderschulzentrum Peter Rosegger sowie das Gymnasium Coswig. „Das Gymnasium organisiert das als freiwillige AG Förstergarten für die 5. und 6. Klassen. Im Förderschulzentrum ist die Arbeit im Förstergarten in den Unterricht integriert“, weiß Fanko.

Der Förstergarten am alten Forsthaus Kreyern wird als Kräutergarten bereits im 18. Jahrhundert erwähnt. Er diente der Selbstversorgung der Förster, die im Forsthaus lebten, arbeiteten und den Wald bewirtschafteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen Umsiedler ein, die es mit zwei Förstern bewohnten. Während der gesamten DDR-Zeit wurde das Gebäude genutzt, aber es wurde nicht viel für den Erhalt getan, weiß Dirk Fanko. Von 2004 bis 2005 ließ der Freistaat Sachsen das Gebäude umfassend sanieren und als Dienststelle des Forstamtes Moritzburg ausbauen. Seit 2006 ist das Forsthaus Kreyern Außenstelle des Forstbezirks Dresden.

Der wiederentstandene Förstergarten am Forsthaus Kreyern

Der wiederentstandene Förstergarten am Forsthaus Kreyern.

Quelle: Forstbezirk Dresden

„Zehn Jahre lang passierte im Außenbereich nichts. 2015 wurde das Gelände des einstigen Förstergartens freigeräumt. Der Sachsenforst ließ Büsche entfernen, Hundezwinger abreißen, die oberste Bodenschicht abtragen, ein Wegekreuz anlegen und Mutterboden anfahren“, zählt der Referent des Forstbezirkes auf. Dann traten ab September 2015 die Schüler in Aktion. Sie verteilten den Mutterboden auf der gesamten Gartenfläche, bauten die Wege fertig, pflanzten Beeteinfassungen aus Buchs und gestalteten in diesem Frühjahr die vier großen Pflanzflächen mit Kräutern, Gemüse und Blumen als Frühjahrs-, Frühsommer-, Spätsommer- und Herbstbeet wie bei den Bauerngärten im 18. Jahrhundert.

Im Mai dieses Jahres legte der Forstbezirk Dresden auf dem Gelände – unter fachlicher Anleitung eines Radebeuler Winzers – einen Lehrweinberg an. Zudem konnte mit Hilfe von Firmen, die alte Handwerkskunst wie das Bohren von Holzröhren noch beherrschen – ein alter Brunnen mit Holzschwengelpumpe wieder nutzbar gemacht werden.

Am Ende ist der Forstbezirk Dresden mit seinem pädagogischen Projekt allerdings noch nicht. „Wir wollen unsere Streuobstwiese weiterentwickeln. Die Schüler des Förderschulzentrums werden mit dem an der Schule angestellten Tischler für den zweiten schon existierenden Brunnen ein Häuschen bauen“, nennt Dirk Fanko Beispiele. 2017 soll mit der Dresdner Tischlerinnung eine Sitzgruppe entstehen. Außerdem werden eine Blütenwiese angelegt und ein Insektenhotel errichtet. Um das alles bewirtschaften zu können, hält der Forstbezirk nach einem weiteren schulischen Partner Ausschau.

Des Weiteren soll das waldpädagogische Angebot erweitert werden. „Bislang haben wir in der Nähe Dresdens nur das Waldschulheim Wahlsmühle Bärenfels. Der Forstbezirk Dresden möchte deshalb auch in Zusammenarbeit mit dem Wildgehege Moritzburg Tagesprogramme für die Schulen in der Region entwickeln.“ Im Forsthaus Kreyern gibt es einen großen Raum, der dafür genutzt werden könnte. „Doch hauptsächlich spielen sich unsere Angebote im Freien ab. Denn der Wald bietet alles, was wir den Kindern zeigen und lernen wollen“, so Fanko.

Von Catrin Steinbach

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