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Schon mehr als 2,5 Millionen Euro aus Münzauktionen nach Meißen

Hornstiftung hilft Stadtmuseum und rettet St. Afra-Gut Schon mehr als 2,5 Millionen Euro aus Münzauktionen nach Meißen

Schon mehr als 2,5 Millionen Euro hat die Emma-und-Otto-Horn-Stiftung als Erlös aus vier Versteigerungen von Münzen und Medaillen aus der einst 65 000 Stücke zählenden Sammlung des Meißner Weinhändlers und Lottokonzisionärs Otto Horn erhalten.

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Im Sommer 2015 begann die Sanierung des ehemaligen Gutes von St. Afra.

Quelle: Peter Weckbrodt

Meißen. Schon mehr als 2,5 Millionen Euro hat die Emma-und-Otto-Horn-Stiftung als Erlös aus vier Versteigerungen von Münzen und Medaillen aus der einst 65 000 Stücke zählenden Sammlung des Meißner Weinhändlers und Lottokonzisionärs Otto Horn erhalten. Tatsächlich sprudelt die Euro-Quelle im Osnabrücker Auktionshaus Künker für die Stiftung seit etwa zwei Jahren ebenso ergiebig wie scheinbar unerschöpflich.

„Kürzlich wurde die fünfte Versteigerung von Münzen aus der Sammlung Horn wieder mit einem großartigen Ergebnis abgeschlossen“, berichtet Tom Lämmerwald, der Verwalter der Stiftung. „Diesmal kamen keine Einzelstücke, sondern zwölf Pakete, sogenannte Lots, zur Versteigerung. Ihr Wert war auf insgesamt 66 000 Euro geschätzt worden. Sie erzielten einen Gesamtzuschlag von 240 000 Euro.“

Das ist ein sensationelles, möglicherweise sogar beispielloses Ergebnis für eine Münzauktion. „Das Geld legen wir sowohl über Immobilien- wie auch über Geldgeschäfte an. Mit den daraus erwirtschafteten Erträgen finanziert die Stiftung ihr Wirken zum Wohle der Stadt Meißen und der Region wie auch deren Bürger. So hat es Otto Horn in seinem Testament auch ausdrücklich festgelegt“, fügt Lämmerwald hinzu.

So ermöglichte die Stiftung im Vorjahr dem Stadtmuseum den Erwerb zweier wertvoller mittelalterlicher Skulpturen, indem sie den erforderlichen Eigenkapitalanteil zu einer Fördermittelzuwendung aufbrachte. Erst kürzlich stellte sie dem Museum die Mittel zur erfolgreichen Ersteigerung eines Aquarells und Federzeichnung in Tusche des bekannten Dresdner Malers und Architekturprofessors Ernst Erwin Oehme (1831-1907) zur Verfügung. Das Bild gewährt den Blick in die Kirche St. Afra im Jahre 1865. Die Restaurierung der 1898 von der Dresdner Firma Jehmlich gebauten Orgel in der Meißner Johanneskirche unterstützt die Stiftung mit 7500 Euro.

Am Lommatzscher Tor 1 rettet die Stiftung ein ehemaliges, unter Denkmalschutz stehendes Dreiseitengut. Kaum öffentlich bekannt ist, dass dieses Gut einst die Schüler des nahen Fürstenschule St. Afra mit Essen versorgte. Es stand bereits auf der Abbruchliste, war dem Verfall preisgegeben (DNN berichteten). Die Sanierungsergebnisse sind jetzt schon unübersehbar. Hier will die Stiftung Wohnraum schaffen und diesen entweder verkaufen oder vermieten.

Mit 5000 Euro unterstützt die Stiftung außerdem die von einer Bürgerinitiative betriebene Sanierung von Sachsens vermutlich kleinster Burganlage, dem Steingut in Burkardswalde. Hier entsteht ein Bürger- und Vereinshaus.

„Im Herbst wird es eine sechste Versteigerung Horn’scher Münzen bei Künker geben“, wirft der Stiftungsverwalter den Blick voraus. Und das sei noch nicht das Ende der Fahnenstange, 2017 gehe es weiter. Also: Münzerlöse durch Horn ohne erkennbares Ende, das gleiche gilt für die daraus finanzierten Wohltaten für Meißen.

Von Peter Weckbrodt

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