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Schöne Gärten vorgestellt: Grünes Paradies auf dem Friedhof Graupa

Schöne Gärten vorgestellt: Grünes Paradies auf dem Friedhof Graupa

"Ein Leben ohne Garten kann ich mir nicht vorstellen", sagt Dr. Dieter Küchler. "Ich habe viele Interessen, aber der Garten ist für mich - abgesehen von meiner Familie natürlich - das Wichtigste.

" In Graupa hat der heute 65-Jährige mit seiner Frau Angelika in 25 Jahren auf einer Fläche von vielleicht 1300 Quadratmetern einen parkähnlichen Garten angelegt. Das Besondere daran: Das ökologisch bewirtschaftete grüne Refugium befindet sich auf dem Gelände des Graupaer Friedhofes und ist öffentlich zugänglich.

Zudem bietet der Garten eine Pflanzenvielfalt, die ihresgleichen sucht. Bei 320 verschiedenen Gehölzarten kann man schon von einer dendrologischen Sammlung sprechen. Darunter finden sich zum Beispiel seltene Gehölze wie Chinesischer Gewürzstrauch (Sinocalycanthus chinensis), Zimterle (Clethra alnifolia), Kleeulme oder auch Lederstrauch (Ptelea trifoliata), Hybridmahonie (x Mahoberberis neubertiii), Japanischer Storaxbaum (Styrax japonica) und Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides). Ein besonderes Faible hat Dr. Küchler offensichtlich für Nadelbäume. Denn in seinem kleinen Park kann man 14 Tannen-, 12 Kiefern- und 8 Fichtenarten bestaunen. Daneben wachsegischn auf dem Friedhofsareal 80 Stauden- , 35 Gräser- und zehn Farnarten. Die meisten sind mit kleinen Schildchen beschriftet.

"Eigentlich wollte ich, als ich mit meiner Frau nach Graupa zog, wieder einen ganz normalen Garten mit Schwarzwurzeln, Möhren, Tomaten, Gurken sowie Dahlien und anderen Sommerblumen anlegen", erinnert sich Dieter Küchler, der in Berlin Gartenbau studiert und u.a. viele Jahre an der Pillnitzer Gartenbaufachschule gelehrt hat. Nach langer Gartensuche durfte er in Absprache mit der Graupaer Kirchgemeinde einen ungenutzten Randbereich auf dem Graupaer Friedhof pachten und beackern.

Doch das war nicht so leicht wie gedacht. Denn das brach liegende, abschüssige, sandige Gelände erwies sich bald als ungeeignet für den ursprünglichen Plan. "Es war die reinste Katastrophe", gibt Dieter Küchler heute zu. "Die Stachelbeeren sind am Strauch vertrocknet. Mein Rittersporn hatte unter diesen Bedingungen keine Chance." Peu a peu setzte der Gartenfan Trockenmauern und schuf so kleine Terrassen, schleppte Humus herbei, legte eine Wasserleitung und im Gelände sieben kleine Wasserstellen an, sorgte dafür, dass sich Insekten, Vögel, Eidechsen, Frösche und Igel nach und nach immer wohler fühlten. Wenn man heute die Fotos sieht, die Küchlers vor 25 Jahren von dem Gelände gemacht haben und dann in dem Park steht, in dem es jetzt üppig grünt und blüht, kann man nur noch eins: staunen.

Catrin Steinbach

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2013

Catrin Steinbach

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