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Schneemangel sorgt für Stornowelle in den Wintersportgebieten

Schneemangel sorgt für Stornowelle in den Wintersportgebieten

Viel zu warm, viel zu trocken, viel zu wenig Winter: In den sächsischen Skigebieten sorgt der Schneemangel für heftige Umsatzeinbußen.

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Selbst mit "wenig Schnee" kann altenberg in diesem Jahr nicht dienen (Archivbild)

Quelle: dpa

„Die Stornowelle hat die Hoteliers erreicht, die Umsatzeinbußen sind schon dramatisch“, sagte der Geschäftsführer des sächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. In Zahlen lasse sich der Einbruch noch nicht ausdrücken.

„Aber die Hoteliers fragen schon an, wie sie reagieren können. Da geht es um Beitragsfreisetzungen, die Freisetzung von Mitarbeitern und Möglichkeiten zur Kurzarbeit.“ Die Umsatzrückgänge seien so stark, dass auch ein plötzlicher Wintereinbruch die Saison nicht mehr herausreißen könne. Doch ein echter Winter mit Schnee und Eis ist derzeit nicht in Sicht. Nur auf dem Fichtelberg - dem mit 1214 Meter höchsten Berg des Freistaats - liegen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes noch knapp 25 Zentimeter Schnee. Vor einem Jahr türmte sich die weiße Pracht dort rund einen Meter höher.

„Der Winter ist vor allem in der Fläche ausgefallen“, sagte Karsten Gräning, stellvertretender Geschäftsführer beim Tourismusverband Erzgebirge. Betroffen seien vor allem Langlaufloipen. Bei den Abfahrtspisten habe man in der gesamten Region mit Kunstschnee nachgeholfen. „Was fehlt, sind die Tagestouristen, die nur zum Skilaufen kommen, wenn auch Winter stattfindet“, sagte er. Das Gastgewerbe habe sich aber mit Alternativangeboten auch auf schlechte Winter eingestellt. „So hat man massenhafte Stornierung abgewendet.“ Überhaupt sei das Erzgebirge ein „Ganzjahresurlaubsgebiet“.

„Wir müssen es nehmen, wie es kommt“, meinte Silke Kragel von der Tourist-Info in Schöneck, der höchstgelegenen Stadt im Vogtland. „Wir sind ganz gut gebucht, zumindest jetzt während der Schulferienzeit.“ Die Lifte seien alle in Betrieb - dank Kunstschnees. „Aber auf den Loipen geht gar nichts.“ Viele Urlauber suchten sich daher andere Beschäftigungen. „Wir haben noch nie so viele Wanderkarten im Winter verkauft wie in diesem Jahr. Ein Verlag hat offenbar schon Lieferschwierigkeiten wegen der großen Nachfrage.“

Robert Scholz, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig, macht der Branche keine Hoffnung auf einen Wintereinbruch. „Es bleibt so, wie es ist.“ An der seit Wochen anhaltenden Südwestströmung, die warme Luft vom Atlantik oder aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland bringe, ändere sich absehbar nichts. „In der nächsten Woche wird es dann mit 12 bis 14 Grad noch wärmer. Frost gibt es - wenn überhaupt - nur noch nachts und in absoluten Kammlagen“.

Wie warm dieser Winter ist, zeigt ein Blick auf die durchschnittlichen Februar-Temperaturen der vergangenen Jahre. Wurden auf dem Fichtelberg 2012 und 2013 minus 8,7 beziehungsweise minus 6,3 Grad Celsius gemessen, liegt der Mittelwert des laufenden Monats bei minus 1,5 Grad. Und auch die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt dort derzeit nur gut 10 Prozent des langjährigen Mittels.

dpa

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