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Schleckerhaus wird saniert - Stadt fördert Umbau mit rund 70 000 Euro

Schleckerhaus wird saniert - Stadt fördert Umbau mit rund 70 000 Euro

Die Fenster sind zersprungen und auf dem Balkon wuchert ein Bäumchen. Das Schleckerhaus an der Ecke Hauptstraße/Sidonienstraße, das seinen Namen wegen der Konkurs gegangenen Drogeriekette trägt, die dort eine Filiale unterhielt, erinnert an die Zeit, als die Gegend um den Bahnhof Radebeul-Ost alles andere als beschaulich aussah.

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Das Schleckerhaus wird im nächsten Jahr saniert.

Quelle: Uwe Hofmann

"Es ist die letzte Dreckecke dort", spricht Stadtrat Roland Schreckenbach (Freie Wähler) aus, was viele denken. Jetzt wird es saniert. Ein Investor will es für rund eine Million Euro umbauen und als Geschäfts- und Wohnhaus wiederbeleben. Dafür bekommt er rund 70 000 Euro aus dem Städtebauprogramm, von denen die Stadtkasse ein Drittel bezahlen muss.

Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen, sich aber im Wesentlichen 2015 abspielen. Geplant ist es dabei, das Treppenhaus aus dem Gebäude zu entfernen und durch einen Anbau zu ersetzen, der die Baulücke zum Nachbargebäude an der Hauptstraße 11 füllen wird. Dadurch bekommt das Gebäude einen barrierefreien Zugang, die Hauptstraße erhält eine einheitliche Front und im Gebäude entstehen größere Grundflächen, die als Wohnungen oder für Geschäfte genutzt werden können. Da das Eckhaus unter Denkmalschutz steht, bleibt es bei diesem größeren Eingriff. Stattdessen gelten scharfe Auflagen, vor allem für die äußere Gestaltung. So müssen die Fenster im Untergeschoss durch solche mit Metallrahmen ersetzt werden. Im Obergeschoss sollen Holzfenster zum Einsatz kommen. Ebenso sind Metalltüren im Eingangsbereich vorgeschrieben. Auch für die Fassade existieren Gestaltungsvorschriften, die Teil eines mit dem Eigentümer gefassten Vertrages sind. "Wir bekommen das Gebäude, das wir wollen", lobt CDU-Stadtrat Jens Baumann.

Kritik gibt es aber auch. "Ich halte den Anbau für fraglich. Wir sollten den Freiraum belassen", sagt Wolfgang Jacobi (CDU). Auch werde es Probleme geben, die Verkaufsflächen zu vermieten. Für Unmut sorgte ebenfalls, dass öffentliche Gelder für das Vorhaben eines privaten Investors ausgegeben werden. Dabei handelt es sich allerdings um eine Förderquote von lediglich sieben Prozent, betrachtet man die Gesamtkosten. Zudem hat die Stadt im Sanierungsgebiet Radebeul-Ost bisher rund 50 Vereinbarungen mit Privateigentümern geschlossen, bei denen es allerdings um wesentlich geringere Zuschüsse ging.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2014

Uwe Hofmann

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