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Schiller-Grundschule ist saniert: Stadt macht gute Erfahrungen mit Ausweichschule am Augustusweg

Schiller-Grundschule ist saniert: Stadt macht gute Erfahrungen mit Ausweichschule am Augustusweg

Dutzende Kinder strömen mit offenen Mündern und staunenden Blicken durch die Pforte der Grundschule Friedrich Schiller in Radebeul-Ost.

Radebeul.

Nicht hinaus in Richtung Schulhof wohlgemerkt, sondern hinein, in die Unterrichtsräume. Die Ursache für dieses doch eher selten gesehene Bild: Gestern konnten die Grundschüler nach langer Sanierung wieder ihr gewohntes Schulhaus in Beschlag nehmen. Radebeul hat das unmittelbar gegenüber vom Rathaus gelegene Gebäude seit den Sommerferien für rund 800 000 Euro saniert. Eigentlich sollten die Arbeiten, bei denen es im Wesentlichen um Einbauten für den Brandschutz sowie die Sanierung und Wärmedämmung der Fassade ging, aber auch um fällig gewordene Modernisierungen, etwa den Ersatz von Fußböden in einigen Klassenräumen oder das Anbringen von Sonnenschutz für die Zimmer auf der Südostseite des Gebäudes, bereits in den Herbstferien erledigt sein. Weil die Bauarbeiter, wie das bei alten Gebäuden häufiger vorkommt, vorher nicht abzusehende Entdeckungen machten, mussten sich die knapp 270 Grundschüler aber gedulden.

So bemerkte man bei Arbeiten im Keller, dass Fundamente fehlten. Also musste noch eine Bodenplatte mit einem Betonsockel eingebaut werden um das eigentliche Vorhaben, die Kellerräume trockenzulegen und durch Lichtschächte zu beleuchten, so dass sie unter anderem für den Werkunterricht genutzt werden können, überhaupt möglich zu machen. Außerdem mussten mehrere Träger in die Holzbalkendecken eingebracht werden, damit diese die zusätzlichen Lasten durch die Brandschutzeinbauten tragen können. Die Beschaffung der Wände hat nach Aussage der Verwaltung ebenfalls für Verzögerung versorgt, weil sie aus einem Gemisch aus Ziegeln und Bruchsteinen gemauert sind und wegen ihrer wenig vorherzusehenden Qualitäten immer mal wieder für einen Mehraufwand gesorgt haben.

Die Kinder waren während der Arbeiten in das Gebäude der ehemaligen Mittelschule Oberlößnitz ausquartiert, dass extra im Vorfeld der Sanierung auch mit dem Einsatz der Lehrer und Eltern ertüchtigt wurde. Damit sind die Grundschüler so etwas wie Pioniere, plant die Stadt doch auch in den kommenden Jahren bei ähnlich gelagerten Sanierungsprojekten auf die gleiche Weise mit dem DDR-Plattenbau am Augustusweg zu verfahren. Als nächstes wird das Gebäude für die Gymnasiasten des Lößnitzgymnasiums gebraucht, die in direkter Nachbarschaft der Grundschule Friedrich Schiller im Pestalozzihaus untergebracht sind. Auch dort sollen moderne Brandschutzauflagen durch neue Einbauten erfüllt werden. Langfristig könnte die frühere Mittelschule Oberlößnitz, die von der Verwaltung eigentlich schon abgeschrieben war, sogar wieder dauerhaft Sitz einer Schule werden. Die Verwaltung prüft, ob sich eine Investition in den Plattenbau mehr lohnt als die Sanierung der Grundschule Oberlößnitz, die eigentlich durch einen Neubau ersetzt werden sollte, den man sich aber nicht leisten kann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.02.2015

Uwe Hofmann

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