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Schicksalstage für das Projekt Weltnaturerbe: Unesco-Experte besucht im September die Region

Schicksalstage für das Projekt Weltnaturerbe: Unesco-Experte besucht im September die Region

In wenigen Wochen entscheidet sich das Schicksal des Titels "Weltnaturerbe Sächsisch-Böhmische Schweiz". "Auf Einladung des tschechischen Umweltministeriums fliegt der weltweit anerkannte Unesco-Experte Professor Paul Williams aus Neuseeland am 12. September auf dem Flughafen in Prag ein", informiert der Pirnaer Klaus Fiedler.

Der Koordinator der SPD-AG "Euroregion Elbe/Labe" organisiert die Weltnaturerbe-Wanderung. Die neunte Auflage findet am darauffolgenden Tag statt und führt dieses Mal von Königstein hinauf auf den Pfaffenstein.

Der Besuch des neuseeländischen Geologen wird Einfluss auf die zehnte und weitere Titelwanderungen haben. "Professor Williams kommt auf Empfehlung der Unesco in die Sächsisch-Böhmische Schweiz und wird die infrage kommenden Gebiete besichtigen", berichtet Fiedler. Anschließend verfasse er seine Expertise. Mit dem Gutachten steht und fällt das Vorhaben Weltnatur-erbetitel für die Nationalparkregionen diesseits und jenseits der Grenze. Das Ergebnis von Williams werde noch in diesem Jahr erwartet, so Fiedler.

Nach der Ankunft in Prag wird der Unesco-Experte von tschechischen Betreuern in das "Lipa Resort" (Aparthotel Lipa) in Krasna Lipa (Schönlinde) begleitet. Rund eine Woche hält sich der Neuseeländer im potenziellen Weltna-turerbegebiet auf und wird die Region genau unter die Lupe nehmen. Bei seinen Exkursionen wird Williams von deutschen und tschechischen Fachleuten unterstützt. Trotz des straffen Zeitplanes liebäugelt Titelkämpfer Fiedler mit dem Gedanken: "Vielleicht ist es möglich, dass Herr Williams am 13. September die Weltnaturerbe-Wanderer begleitet." Jetzt gehe es um die "Wurscht", meint Fiedler, und freut sich gemeinsam mit seinem tschechischen Partner Pavel Benda vom Nationalpark Böhmische Schweiz auf viele Wanderfreunde.

Während Fiedler auf tschechischer Seite viel Engagement in Sachen Weltnaturerbe spürt, vermisst er von der sächsischen Staatsregierung positive Signale. So weilte beispielsweise Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in dieser Woche in der Nähe des Pfaffensteins, und zwar auf dem Papststein. Jedoch zum grenzüberschreitenden Weltnaturerbe-Projekt habe er sich nicht bekannt, bemängelt Fiedler. Bereits ein paar Tage zuvor bei Tillichs Besuch auf dem Pirnaer Marktplatz forderte der 72-Jährige vom Ministerpräsidenten, dass "die Staatsregierung ihre Blockadehaltung endlich aufhebt". Fiedler ist verständnislos: "Es ist beschämend, wie bedeckt sich die Staatsregierung gegenüber ihrem Nachbarn Tschechien zum Thema Weltnaturerbe verhält."

Dagegen begrüßt Fiedler die Initiative des Vorsitzenden des "Tourismusverbandes Sächsische Schweiz", Klaus Brähmig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete wünscht sich, dass die Bewerbung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz für den Unesco-Weltnaturerbetitel in den Koalitionsvertrag der kommenden Landesregierung aufgenommen wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2014

Silvio Kuhnert

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