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Schachbrett und Hindernis-Parcours: Ferienkinder wuseln derzeit durch das Mohrenhaus

Schachbrett und Hindernis-Parcours: Ferienkinder wuseln derzeit durch das Mohrenhaus

Lucas atmet tief durch und nimmt Anlauf. Der Zwölfjährige radelt zwischen Hühnersteig, Wippen und den anderen Hindernissen des Fahrradparcours vorbei, direkt auf den großen Sprung zu.

Radebeul.

Letzte Konzentration, dann hebt er ab, landet sauber und dreht galant um, als wenn es nichts wäre. "Gut gemacht Lucas", ruft Maik Schauder. Er leitet das Bike-Camp im Radebeuler Mohrenhaus, bei dem in dieser Woche sieben Jungs zwischen 10 und 14 Jahren lernen, wie man in allen Situationen die Kontrolle über sein Fahrrad behält. Es ist bereits das vierte Mal, dass der Kinderschutzbund zu einem solchen Fahrrad-Training für Ferienkinder lädt. Es findet gleichzeitig mit dem Schach-Camp statt, bei dem die 43 Teilnehmer zwischen 6 und 18 Jahren allerdings zumeist in den Räumen des Mohrenhauses über den Brettern brüten.

"So eine gute Gruppe hatte ich noch nie", sagt auf dem Außengelände Betreuer Schauder anerkennend über seine Mountainbiker. Nur eins stört ihn. "Es sind wieder keine Mädchen dabei", bedauert er. Am Montag hat er seine Jungs in Empfang genommen und erst einmal ihre Räder einer ordentlichen Sicherheitsprüfung unterzogen. Anschließend haben alle gemeinsam den Parcours aufgebaut und darauf geübt. Heute sollen die Kinder bei einem kleinen Rennen zeigen, was sie gelernt haben. Dann ist die Fahrradwoche für die Ferienkinder schon wieder vorbei. Können sie das Gelernte irgendwo anwenden? "Das wird schwer", meint Schauder. Es fehle in der Region an geeigneten Fahrradparcours. Auch weil die vor Jahren von Schauder auf dem weitläufigen Gelände des Mohrenhauses aufgebaute Mountainbike-Strecke aus Naturschutzgründen geschlossen werden musste. Es bleibt ein Ausflug in den Wald, wo Schauder seiner Gruppe ein paar geeignete Routen gezeigt hat.

Da haben es die Schachkinder leichter. Schließlich sind viele von ihnen in Schul-AGs oder Vereinen mit dem Spiel der Könige beschäftigt. Das ist nur ein Beweis dafür, wie gut vernetzt Peter Meng ist, der eine nach ihm benannte Schachschule leitet und für das Schach-Camp verantwortlich ist. Das fand früher im Rosenhof statt, bis dieser geschlossen wurde. Aus der dortigen Freizeitanlage hat das Mohrenhaus auch die bunt bemalten Bauwagen übernommen, in denen 25 der Schachkinder schlummern. Obwohl viele aus der Region stammen, entsteht so Ferienlagerstimmung. Für ein paar andere macht die Möglichkeit, günstig zu übernachten, das Schach-Camp erst attraktiv. So kommen Teilnehmer auch aus der Gegend von Sayda.

Bis 13 Uhr wird jeden Tag Schach gespielt, wobei Schachlehrer Meng auf eine Mischung aus theoretischer Schulung, Turnieren und der Möglichkeit, das Bauern- oder Turmdiplom abzulegen, setzt. Nachmittags stehen Ausflüge auf dem Programm, etwa ins Bilzbad oder in die Sternwarte. Das Programm wird so gut angenommen, dass Meng über eine zweite Woche Schach-Camp im Mohrenhaus nachdenkt. Dafür ist es allerdings frühestens im nächsten Jahr soweit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2014

Uwe Hofmann

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