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Sanierungsgebiet in Radebeul-Ost soll wachsen

Sanierungsgebiet in Radebeul-Ost soll wachsen

Das Sanierungsgebiet in Radebeul-Ost soll wachsen. In einem neu hinzugekommenen, etwa vier Hektar großen Areal könnten bis 2019 rund zehn Millionen Euro investiert werden, haben die Verantwortlichen im Rathaus errechnet.

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Das Sanierungsgebiet in Radebeul-Ost soll bis zur Lutherkirche an der Meißner Straße erweitert werden. Auch das Karl-May-Museum (links daneben) soll von der Erweiterung profitieren.

Quelle: Martin Förster

Fließen die Fördermittel aus dem Städtebauprogramm wie angenommen, könnte allein die Stadt vier Millionen von Bund und Land bekommen, müsste selbst aber noch knapp drei Millionen Euro drauflegen.

Wer profitiert von der Erweiterung?

Neben der Stadt gibt es vor allem zwei große Profiteure: Die Lutherkirchgemeinde und das Karl-May-Museum. Während es bei der evangelisch-lutherischen Gemeinde vor allem um den Neubau eines Gemeindezentrums für rund 1,5 Millionen Euro geht, wird beim benachbarten Karl-May-Museum das großangelegte Umbauprogramm förderfähig. Dazu gehört vor allem der Neubau eines Besucherzentrums an der Meißner Straße, das den bisherigen Eingang an der Karl-May-Straße ersetzen soll. Kosten: Rund drei Millionen Euro. Außerdem wird noch das völlig marode Gebäude an der Ecke Meißner Straße/Gutenbergstraße erfasst. Insgesamt könnten in dem Areal rund zehn Millionen Euro investiert werden, hat Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) ausgerechnet.

Was will die Stadt in dem Gebiet unternehmen?

Ihr geht es einerseits um die Sanierung der Karl-May-Straße sowie der Pestalozzistraße bis zur Kreuzung mit der Schildenstraße und der Neubrunnstraße. Außerdem will sie den gegenüber vom Karl-May-Museum gelegenen Ehrenhain für den Dichter und den Kirchvorplatz umgestalten.

Was ist noch in der Diskussion?

Die Aral-Tankstelle an der Ecke Meißner Straße/Schildenstraße soll verlegt werden. Entsprechende Gespräche mit dem Inhaber laufen bereits, so Baubürgermeister Müller. Er verspricht sich davon vor allem zwei Vorteile: Der neue Eingang für das Karl-May-Museum würde wesentlich attraktiver und das mitunter etwas chaotische Nebeneinander von Tankstellenausfahrt und Ampelkreuzung entwirrt. Noch offen ist, ob die Tankstelle an einem anderen Ort wieder eröffnet werden kann.

Warum wurde das Gebiet nicht weiter gefasst?

Eine Erweiterung um insgesamt acht Hektar, also das doppelte der jetzt beschlossenen Fläche, hat die Stadt untersuchen lassen. Alle dort in Frage kommenden Eigentümer habe man angeschrieben und noch dazu zu einer Bürgerversammlung geladen. Bei den meisten Hausbesitzern habe sich das Interesse an einer Förderung im Sanierungsgebiet jedoch in Grenzen gehalten, weil damit auch Auflagen verbunden sind, sagt Baubürgermeister Müller. Außerdem müsse eine Erweiterung, etwa durch bauliche Missstände begründet werden, die es bei vielen Privathäusern nicht gebe.

Warum der enge Zeitplan bis 2019?

Weil das Städtebau-Programm im nächsten Jahr ausläuft. Über eine Neuauflage haben sich Bund und Länder noch nicht verständigt. Da eine einmal bewilligte Förderung ab 2015 auch Fördermittel in den nächsten vier Jahren bedeutet, hofft die Stadt zumindest bis 2019 auf Gelder aus Bund und Land. Darüber hinaus seien guten Gewissens keine Planungen zu machen, sagt Baubürgermeister Müller. Außerdem soll 2019 das gesamte Sanierungsgebiet abgeschlossen werden.

Wie sicher ist, dass die Erweiterung bewilligt wird?

Man habe gute Chancen, meint Baubürgermeister Müller. Aber: "Es gibt viele Begehrlichkeiten aufgenommen zu werden", wie er weiß. Immerhin habe sich Radebeul jedoch einen guten Namen erarbeitet, was die Städtebau-Förderung angeht, wie er mit Verweis auf bisherige Erfolge in Altkötzschenbroda und Radebeul-Ost sagt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.04.2014

Uwe Hofmann

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