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Sanierung der Kottenleite wird teurer

Sanierung der Kottenleite wird teurer

Die Sanierung der Kottenleite ist der erwartet schwere Brocken. 3,4 Millionen Euro stehen Radebeul dafür aus Fluthilfe-Mitteln zur Verfügung. Was genau damit gemacht wird, ist noch nicht entschieden.

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Der Lagerplatz links im Bild ist einer der möglichen Standorte für das Regenwasserauffangbecken. Weil wegen des hohen Grundwasserpegels nicht allzu tief gegraben werden kann, müssten Wälle errichtet werden, die bei Starkregen das Wasser zurückhalten

Quelle: Uwe Hofmann

Bei der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (SEA) am Mittwoch präsentierte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) drei Varianten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. "Eine Vorzugsvariante gibt es nicht", sagte er. Weil man sich im Rathaus nicht festlegen will, können Anwohner, von denen viele in der Bürgerinitiative Kottenleite-Lindenau-Friedewald organisiert sind, ein Wörtchen mitreden. Sie werden bereits seit gestern "öffentlich beteiligt", wie es im Verwaltungsdeutsch heißt, können also ihre Meinung zur Planung abgeben.

Im Wesentlichen dreht es sich dabei um die Entscheidung, ob der durchgehende Fußweg, der im Zuge der Straßensanierung neu gebaut werden soll, auf der Coswig oder der Wackerbarth zugewandten Straßenseite entstehen soll. Auf beiden Seiten gibt es bewohnte Grundstücke. Der Fußweg auf der Wackerbarth-Seite würde Wanderern die Straßenquerung ersparen, ein Gehweg auf der anderen Seite würde direkt an die Straßenbahnhaltestelle anbinden. Die dritte Variante sieht den Ausbau der Straßenkreuzung mit der Meißner Straße vor, wobei separate Spuren für Links- und Rechtsabbieger hinzukommen sollen. Über das von den Anwohnern in den nächsten zwei Wochen eingeholte Stimmungsbild wird vielleicht schon im März befunden. Ende Juni müssen die Planungen eingereicht sein, sonst verfallen die Gelder für die Beseitigung der 2013 entstandenen Hochwasserschäden. Damals schossen kleine Bäche die stark abfällige Kottenleite hinab. Weil niemand so recht sagen konnte, warum dieses Wasser mitten aus der Straße sprudelte, gehören hydrologische Untersuchungen zur Planung.

Gelöst werden soll dieses Problem einerseits damit, dass ein 50 bis 60 Zentimeter dicker Regenwasserkanal unter der Straße verlegt wird. Weil ein Vorfluter nirgends Platz habe, müsse darüber hinaus ein Auffangbecken mit mindestens 5000 Kubikmeter Fassungsvermögen gebaut werden, wie Ulf Uhlig vom beauftragten Planungsbüro sagt. Von vier dafür in Frage kommenden Standorten sind noch zwei im Rennen, beide liegen relativ nah an der Kreuzung mit der Meißner Straße in stadtauswärtiger Richtung. Zuletzt war unklar, ob das Becken aus Fluthilfe-Geldern bezahlt werden kann. "Wir wissen jetzt, dass das nicht geht, weil es sich um eine Präventivmaßnahme handelt, keine Schadensbeseitigung", so Baubürgermeister Müller. Zwar könne man in andere Fördertöpfe greifen. Das aber bedeute immer noch, dass Radebeul einen Eigenmittelanteil aufbringen muss. Das Becken soll deshalb möglichst günstig ausfallen. Man hat sich auf eine naturnahe Bauweise verständigt, bei der der Beckengrund nicht abgedichtet werden muss.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2015

Uwe Hofmann

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