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Sanierung: Jetzt ist das Historische Rathaus in Raebeul dran

Sanierung: Jetzt ist das Historische Rathaus in Raebeul dran

"Das beste kommt zum Schluss", sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) über die anstehende Sanierung des Historischen Rathauses in Radebeul.

Radebeul.

Das 1,1 Millionen Euro teure Vorhaben wird die tiefgreifende Umgestaltung des Rathausareals in Radebeul-Ost abschließen. Dort wurden bisher schon neue Räume für das Sozialamt in einem früheren Wohnhaus geschaffen, die Alte Post zum Standesamt umgestaltet und das Technische Rathaus saniert. Die Parkplätze und der alles verbindende Grünstreifen werden derzeit gestaltet und auch die Arbeiten an der Alten Polizeiwache sind angelaufen. Im nächsten Frühjahr geht es dann im Rathausgebäude selbst los, spätestens 2016 soll alles abgeschlossen sein. "Dann haben wir hier bestimmt für 15 Jahre mal Ruhe", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos).

Vor allem um zwei Dinge geht es beim Historischen Rathaus: Brandschutz und Barrierefreiheit. Ursprünglich hatte man darüber nachgedacht, ein Treppenhaus und einen Fahrstuhlschacht auf der Rückseite des Gebäudes anzubauen. Dagegen hatte der Denkmalschutz sein Veto eingelegt. Die Eingriffe in die Fassade, die bereits in den 90er Jahren saniert wurde, sollten so gering wie möglich ausfallen. Also wird der Fahrstuhlschacht ins Innere des Rathauses eingebaut. Das hat Umbauten zur Folge, die aber im Sinne der Rationalisierung ohnehin angefallen wären. So zieht die Stadtkasse aus dem Erdgeschoss zur Kämmerei, wo sie auch hingehört. Das übers Gebäude verteilte Hauptamt wird im Erdgeschoss konzentriert.

Der Fahrstuhl soll künftig über einen Eingang auf der Rückseite zu erreichen sein, der das Hauptportal ablösen soll. "Wir wollen, dass Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen wie alle anderen auch den Haupteingang benutzen", begründet Wendsche die Umwidmung. Außerdem führe künftig ohnehin von den Besucherparkplätzen der kürzeste Weg zur Rückseite des Rathauses. Der bisherige Haupteingang, dessen Außentreppen der Barrierefreiheit im Wege stehen, kann weiterhin genutzt werden.

Dort sind die Eingriffe besonders gravierend: Die Pförtnerstube wird zur Teeküche umgestaltet, das offene Treppenhaus zum "Sicherheitstreppenhaus". Das bedeutet, dass die Stufen vom restlichen Gebäude so weit abgetrennt werden, dass sie im Brandfall so lange wie möglich als Fluchtweg dienen können. Das werden spezielle Brandschutztüren bewirken und im Erdgeschoss eine Art Glaskasten, der Eingang und Treppenhaus verbindet. Das sei der minimal nötige Eingriff, zu dem das Denkmalschutzamt auch schon Zustimmung signalisiert habe, sagt Müller.

Die Denkmalschützer dürften sich vor allem über das freuen, was der Baubürgermeister im Ratssaal plant. Dieser soll zwar einerseits mit der neuesten Sitzungstechnik und einer Lüftungsanlage ausgestattet werden. Andererseits wird sich die Inneneinrichtung wieder mehr am historischen Vorbild orientieren. Dazu gehört, dass die Sitzordnung von Stadträten und Bürgermeisterriege gedreht wird und dass der Ratssaal einen Kronleuchter bekommt, der dem historischen Original entspricht. Und schließlich nehmen sich Restauratoren das monumentale Wandgemälde von Walter Witting vor.

Von den Gesamtbaukosten trägt die Stadtkasse ein Drittel, also rund 370 000 Euro. Der Rest wird über die Städtebauförderung von Bund und Land finanziert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.09.2014

Uwe Hofmann

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