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Saisonstart bei den Landesbühnen Sachsen: Kinderfest und "Die Geschichte vom Onkelchen"

Saisonstart bei den Landesbühnen Sachsen: Kinderfest und "Die Geschichte vom Onkelchen"

Die Landesbühnen Sachsen haben am Wochenende ein lautstarkes "Hallo" in die Theaterwelt hinausgerufen. Während in der Felsenbühne Rathen die beiden letzten Aufführungen dieser Saison nochmal viele Freunde von "Wickie" und "Old Surehand" in die Sandsteine riefen, startete am sogenannten Stammhaus in Radebeul ein buntes Kinderfest.

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Michael Sandor und Johannes Krobbach (v.l.) in "Die Geschichte vom Onkelchen".

Quelle: Martin Reißmann

Damit wurde nicht die infantil politische Starrköpfigkeit gefeiert, mit der eine fragwürdige Orchesterfusion durchgeboxt worden ist, sondern etwas Neues, das im besten Fall - völlig apolitisch also - ganz weit nach vorn schaut. Die für die sächsische Flächenbespielung zuständige Theater-GmbH hat mit dieser Spielzeit ein Junges Studio ins Leben gerufen, das sich an alle jungen und junggebliebenen Menschen in dieser Region richten soll.

Theaterintern wird das Projekt "junges.studio" geschrieben und von Klaus-Peter Fischer geleitet. Der sieht dieses "Hallo", dem am Samstag eine ganze Menge Familien nebst interessierter Kinderschar gefolgt sind, als theatrales Ereignis. In diesen Zeiten von rotznäsigem Kulturabbau ist es das wohl auch. Hier werden bewährte Kräfte der Theaterpädagogik gebündelt mit neuem Personal (dass es sowas noch gibt!), um spartenübergreifend Lust und Interesse an den Künsten zu wecken. Ob Schauspiel, Oper oder Ballett und darüber hinausgehend auch neue Medien sowie althergebrachte Fertigkeiten wie etwa im Fechten - "junges.studio" soll Kreativität stiften und Verständnis für die schönen Dinge im Leben tatkräftig fördern.

Geradezu sinnbildlich brachte das Junge Studio an diesem Festtag als seine erste Produktion "Die Geschichte vom Onkelchen" heraus. Inszeniert wurde das von Thomas von Brömssen und Lars-Eric Brossner auf Musik von Béla Bartók geschriebene Stück vom Studio-Leiter Klaus-Peter Fischer selbst. Sein Einstand im neuen Job umriss mit einem freundlichen, schüchternen Onkel, der sich nichts sehnlicher als einen guten Freund sucht, genau das Ziel dieses Jugendprojekts. Recht viele Freunde nämlich braucht auch das neue Studio, das nun sämtliche Theaterclubs der Landesbühnen bündelt. Vom Kindertheaterclub, der sich an die Jüngsten richtet, über den Teenie- und den Jugendclub bis hin zum Seniorenclub Q10 werden Angebote bereitgehalten, die ganz auf die speziellen Fähigkeiten und Neigungen der jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind.

Wie professionell in diesem Rahmen gearbeitet wird, bewies "Die Geschichte vom Onkelchen" aufs Beste. Johannes Krobbach gab als Eleve am Haus das schüchterne Onkelchen. Im Outfit von Pan Tau und in kargem Bühnenbild der Studiobühne (Ausstattung Irina Steiner) rollte er mit den Augen und gestikulierte mal traurig, mal hoffnungsvoll. Das haben auch die Kleinsten im Saal gut verstanden. Als den einsamen Mann ein Hundchen anspringt - diesen Part hat der Tänzer Michal Sandor sehr launig und mit viel Energie gestaltet - und die beiden Freundschaft schließen, hat sich das Blatt gewendet. Möge den Landesbühnen Sachsen gewünscht sein, dass sich mit der Eröffnung des Jungen Studios ebenfalls die Tore in eine glückliche, also sinnstiftende Zukunft weit öffnen werden. Gleich drei Stellen für Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres wurden geschaffen. Wie könnte die Brücke zwischen Theater und jungem Publikum wohl besser geschlagen werden? Michael Ernst

nächste Aufführungen: 11. &. 19.10, jeweils 10 Uhr, Studiobühne

www.dresden-theater.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2012

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