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Säumigen Eltern droht schnellere Kündigung

Radeberg Säumigen Eltern droht schnellere Kündigung

Im kommenden Jahr wird die Kinderbetreuung in den Kitas der Bierstadt etwas teurer. Das hat der Stadtrat am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen.

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Quelle: dpa

Radeberg. Im kommenden Jahr wird die Kinderbetreuung in den Kitas der Bierstadt etwas teurer. Das hat der Stadtrat am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen. So steigt der monatliche Elternbeitrag für die neunstündige Betreuung in der Kinderkrippe von 194 Euro auf 196,70 Euro und im Kindergarten von 118,05 auf 121,25 Euro.

Auch der Elternbeitrag für die Hortbetreuung erhöht sich um 95 Cent auf nunmehr 70 Euro. Zu dieser Anhebung gab es im Stadtrat keinerlei Diskussion, fußt sie doch auf einem schon vor einigen Jahren gefassten Grundsatzbeschluss. Der besagt, dass 22 Prozent der Betriebskosten im Krippenbereich und 29 Prozent der Betriebskosten im Kindergarten und Hort von den Eltern zu tragen sind.

Eine andere Neuerung lieferte dann aber doch vor der Beschlussfassung Diskussionsstoff. Es ging um die termingerechte Zahlung der Elternbeiträge. Schon nach einem Monat Zahlungsrückstand soll zukünftig gemahnt und die Kündigung der Betreuung angedroht werden, die dann nach zwei Monaten auch ausgesprochen wird. Bisher hatten säumige Eltern dafür drei Monate Zeit. Das hatte allerdings zur Folge, dass die Außenstände von der Stadt aufgebracht werden mussten. Derzeit belaufen sie sich nach Auskunft der Kämmerei auf 12 000 Euro.

Während säumige Eltern nicht zahlen, obwohl ihre Kinder betreut werden, warten andere auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz. Das kann nicht sein, waren sich die Stadträte einig, denn für Eltern, die aus sozialen Gründen nicht zahlen können, gibt es Sondervereinbarungen mit dem Landkreis. Um diese Vergünstigung in Anspruch nehmen zu können, muss sie allerdings erst einmal beantragt werden.

„Wir wollen nicht, dass Kinder aus finanziellen Gründen die Kita verlassen müssen“, stellte Detlev Dauphin (Freie Wähler) klar. Da nicht die Stadt, sondern die Träger der Kindereinrichtungen die Elternbeträge erheben, werde man diese deshalb noch einmal auffordern, bei Zahlungsproblemen den betroffenen Eltern gemeinsam mit der Stadt die erforderliche Hilfe zu geben, versicherte Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD). „Wenn Anträge gestellt werden, greift das System“, fügte er hinzu. Auch er beteuerte, es sei nicht das Endziel der Satzungsänderung, die Kinder armer Familien nach Hause zu schicken.

Von Bernd Lichtenberger

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