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Sächsisches Epilepsiezentrum Kleinwachau baut erneut an

Sächsisches Epilepsiezentrum Kleinwachau baut erneut an

Das Sächsische Epilepsiezentrum Kleinwachau rechnet am 27. März mit einem "großen Bahnhof". An diesem Tag soll im Beisein der sächsischen Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) und weiterer Politiker der erste Spatenstich für einen 4,9 Millionen teuren Anbau erfolgen.

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Noch haben Geschäftsführer Martin Wallmann (l.) und Chefarzt Thomas Mayer nur die Pläne für das Projekt in der Hand. Aber am 27. März beginnt der Bau.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Parallel dazu laden alle Einrichtungen von Kleinwachau zu einem Tag der offenen Tür ein.

80 Prozent der Baukosten für den Neubau werden, so heißt es im vorläufigen Förderbescheid, vom Freistaat Sachsen getragen. Anders wäre das Vorhaben auch gar nicht zu finanzieren, erklärte Martin Wallmann, Geschäftsführer des Epilepsiezentrums, gestern vor Pressevertretern. Obwohl der Bedarf völlig unstrittig ist. Denn in der "Fischbüchse", wie der architektonisch ausgefallene Anbau von der Krankenhaus-Belegschaft schon heute liebevoll genannt wird, soll es ab Ende 2016 eine komplexe Behandlung für Erwachsene mit schwersten Behinderungen geben, wie sie der Gesetzgeber bisher nur für behinderte Kinder vorschreibt.

"Einen solchen Bereich haben wir zwar jetzt schon in unserem Fachkrankenhaus. Aber die räumlichen Möglichkeiten setzen uns dort einfach Grenzen", sagt Chefarzt Thomas Mayer. Momentan gibt es für solche Patienten nur Dreibettzimmer. Im Neubau soll es in der zweiten Etage acht Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer geben. Im darüber liegenden Geschoss sind neben Funktionsräumen und einer Diätküche auch Räume geplant, in denen Angehörige zeitweise übernachten können. Denn anders als in normalen Krankenhäusern rechnet das Epilepsiezentrum bei den zu erwartenden Patienten mit einer längeren Verweildauer.

Im unteren Geschoss des Neubaus wird eine Praxis für Epilepsie-Patienten mit Behinderung eingerichtet. Sie soll das bieten, was die Hausärzte bei einem Abstecher nach Kleinwachau heute aus Kapazitätsgründen kaum leisten können.

Der geplante Neubau mit einer anvisierten Nutzfläche von 1600 Quadratmetern ist für das ganze Epilepsiezentrum eine große logistische Herausforderung. Dafür sorgt nicht nur die Hanglage, in die der Neubau eingepasst werden muss. "Es müssen auch zahlreiche Medien und nicht zuletzt die Hauptzufahrt umverlegt werden", erklärt Wallmann.

Dass der Neubau von den Mitarbeitern mit einer Fischbüchse verglichen wird, ist vor allem seinen Rundungen zu verdanken. Aber die bedienen im denkmalgeschützten Umfeld nicht vordergründig eine architektonische Extravaganz. "Nach Gesprächen mit Mitarbeitern und Patienten haben sich die Fachleute eines Dresdner Architekturbüros für diese Form entschieden, weil solche Rundungen für Patienten mit Behinderungen eine wichtige Funktion haben. Diese Rundungen vermitteln ihnen nicht das Gefühl einer Sackgasse", erläutert Dr. Mayer.

Gegenwärtig werden im Fachkrankenhaus für Neurologie am Sächsischen Epilepsiezentrum in 50 Betten jährlich etwa 1000 Patienten stationär sowie 3000 Fälle im ambulanten Bereich behandelt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2015

Bernd Lichtenberger

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