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Sächsische Schweiz: Lärm durch Güterzüge bleibt bestehen

Sächsische Schweiz: Lärm durch Güterzüge bleibt bestehen

Die Bewohner des Elbtalorte in der Sächsischen Schweiz werden noch längere Zeit mit dem Lärm vom Güterverkehr der Bahn leben müssen. Eine Umrüstung aller rund 180.000 Güterwaggons in Deutschland auf Systeme mit leisen Verbundstoffbremsen können bis zu acht Jahre dauern, sagte der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn in Sachsen, Artur Stempel.

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Die Anwohner der Bahntrassen in der sächsischen Schweiz klagen über den Lärm der Güterzüge.

Quelle: dpa

Um alle Eigner von Waggons zur Umrüstung zu veranlassen, müssten, wie vom Bund geplant, lärmabhängige Trassenpreise eingeführt werden.

Für Wagen ohne „Flüsterbremsen“ müssten die Eigentümer dann höhere Entgelte für die Nutzung des Schienennetzes zahlen als bei moderner Bremsentechnologie. Stempel zufolge muss mit weiter steigendem Güterverkehr im oberen Elbtal gerechnet werden.

Bei Bremsen aus Verbundstoff werden laut Stempel im Gegensatz zu denen aus dem herkömmlichen Grauguss die Räder nicht so stark aufgeraut und verursachen deshalb beim Rollen und Bremsen weniger Lärm. In der Wahrnehmung werde das Rollgeräusch etwa halbiert. Die Deutsche Bahn beschaffe schon seit 2001 nur noch Güterwagen mit derartigen Bremsen.

Laut Stempel fahren auf der zweigleisigen Strecke in Richtung Süden derzeit etwa täglich 170 Züge durch das Elbtal bei Bad Schandau. Davon entfielen etwa 60 bis 70 auf den Güterverkehr. In den nächsten fünf Jahren erwarte er da eine Steigerung von etwa 20 bis 30 weiteren Zügen. Der Personenverkehr werde hingegen etwa gleichbleiben. Die Kapazität der Trasse liege bei etwa 300 Zügen täglich.

Die Einwohner in den Elbtalorten klagen über den Lärm, der vor allem von den Güterzügen auf der nahen Eisenbahntrasse ausgeht. Die Belastung durch S-Bahn oder die Personenzüge sei hingegen erheblich zurückgegangen und kaum noch wahrzunehmen, sagte der Bürgermeister von Bad Schandau, Andreas Eggert (parteilos). „Wenn aber ein Güterzug den Ort passiert, ist es schlimm.“ Der Lärm schade dem Tourismus, von dem der Ort lebe.

Die Verkehrsexpertin der Grünen im Landtag, Eva Jähnigen, forderte die Regierung auf, bei den Verhandlungen im Bund zu lärmabhängigen Trassenpreisen mehr aktiv zu werden. Sie warf der Regierung zudem vor, das Lärmproblem landesweit nicht ernst genug zu nehmen.

dpa

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