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Sächsische Schweiz: Freistaat sagt Ja zum Wiederaufbau der Schwarzbachbahn zwischen Kohlmühle und Lohsdorf

Sächsische Schweiz: Freistaat sagt Ja zum Wiederaufbau der Schwarzbachbahn zwischen Kohlmühle und Lohsdorf

Die Sächsische Schweiz könnte schon bald um eine zugkräftige Touristenattraktion reicher werden. Der Freistaat Sachsen hat den Wiederaufbau der 1957 stillgelegten und danach sofort abgebauten, von Goßdorf-Kohlmühle bis nach Hohnstein führenden Schwarzbachbahn bewilligt.

Hohnstein.

Der Referatsleiter im Sächsischen Wirtschaftsministerium, Michael Schönig, und der Landesbevollmächtigte für Bahnaufsicht im Freistaat, Steffen Henkel, übergaben in Lohsdorf dem Bürgermeister der Stadt Hohnstein, Daniel Brade (SPD), und dem Vorsitzenden des Schwarzbachbahnvereins, Michael Kirchner, die gesetzlich notwendige Urkunde zum Betreiben einer schmalspurigen Eisenbahninfrastruktur Goßdorf-Kohlmühle - Lohsdorf - (Hohnstein). Damit besteht Baurecht für den Wiederaufbau.

"Wir wollen die Schwarzbachbahn, einzige Schmalspurbahn in der Sächsischen Schweiz, als technisches Denkmal erhalten, einen Beitrag zur Heimatkunde leisten und den sanften Tourismus fördern", erklärt der Brade das Anliegen der Stadt Hohnstein. "Wir haben mit dem Schwarzbachbahnverein den Wiederaufbau und den Betrieb der Bahn vertraglich geregelt. Das Betriebskonzept sieht einen historisch orientierten Eisenbahnbetrieb nach heutigen Regeln und Vorschriften an besonderen Fahrtagen vor." Das könnten laut Brade etwa 20 im Jahr sein. Zudem könne die Schwarzbachbahn auch eine Lücke zwischen den elbnahen Eisenbahnen und denen im Zittauer Gebirge schließen.

"Wir beginnen nicht bei Null, schließlich besteht unser Verein seit 19 Jahren", sagt Kirchner. "Unsere Lohsdorfer Bahnhofsfeste sind in der Region bekannt, die Mitfahrten im Dampf- oder Diesellokzug über den komplett neu aufgebauten Bahnhof sehr beliebt." In zahllosen Arbeitseinsätzen hat der Verein über die Jahre hinweg in stillgelegten Anschlussbahnen gut erhaltenes Oberbaumaterial gewonnen und eingelagert. Außerdem hat er das komplette Bahnhofsgebäude in Goßdorf-Kohlmühle mit dem Außengelände erworben. "Seit dem Sommer haben wir eine eigene Diesellok vom Babelsberger Typ V 10 C. An eigenen Personen- und Güterwagen arbeiten wir intensiv, der erste Zugbegleitwagen wird 2015 fertig. Unsere Beharrlichkeit und die sichtbaren Ergebnisse waren zweifellos ausschlaggebend für die Erteilung der Baugenehmigung", ist sich Kirchner sicher.

Sobald es im Frühjahr die Witterung zulässt, wollen die Lohsdorfer mit dem Aufbau von zirka 450 Metern Gleis, hinter dem Lokschuppen beginnend, loslegen. Dafür seien alle Voraussetzungen, materiell wie finanziell, vorhanden. Zum Großen Bahnhofsfest am 29. und 30. August 2015, das dem 20-jährigen Vereinsjubiläum gewidmet ist, könne vielleicht schon der erste Zug ins Schwarzbachtal abfahren. Für alle weiteren Abschnitte bedarf es, so Kirchner, dann allerdings der Förderung durch Europäische Union bzw. den Freistaat. Die Voraussetzungen sind mit der erteilten Bau- und Betriebskonzession aber gegeben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2014

Peter Weckbrodt

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