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Sächsische Bobpiloten gehen mit guten Medaillenchancen in die WM in Winterberg

Sächsische Bobpiloten gehen mit guten Medaillenchancen in die WM in Winterberg

Mit den ersten beiden von insgesamt vier Läufen der Bob-Damen werden heute in Winterberg im 1609 Meter langen Eiskanal die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften eröffnet.

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Die Piloten Cathleen Martini (re.) und Francesco Friedrich posieren in Winterberg neben einem Bob.

Quelle: dpa

Winterberg/Dresden. Im Hochsauerland ist eine der schnellsten Strecken der Welt Schauplatz der Titelkämpfe. Auf der fast 800 Meter hoch gelegenen Winterberger Bahn erreichen die Piloten Geschwindigkeiten bis zu 140 Kilometern in der Stunde. Die Bahn mit ihren 15 Kurven gilt dabei als fahrerisch eher einfach. Der deutsche Bundestrainer Christoph Langen schickt das größte und auch eines der jüngsten WM-Teams aller Zeiten an den Start. Mit Cathleen Martini, dem Pirnaer Zweierbob-Titelverteidiger Francesco Friedrich (beide vom SC Oberbärenburg), Nico Walther sowie den beiden Junioren-Weltmeistern Miriam Wagner und Richard Oelsner (alle vom BRC Riesa) stehen so viele Sachsen wie nie zuvor im Aufgebot. Das freut den Riesaer Co-Bundestrainer Gerd Leopold, der sich in den letzten Jahren besonders um die Entwicklung des Nachwuchses im Freistaat gekümmert hat, natürlich besonders. Wir machen mit dem 56-Jährigen den Formcheck der sächsischen Hoffnungen.

Francesco Friedrich

"Die Startleistung hat er mit seinen Anschiebern gegenüber den Olympischen Spielen im letzten Winter in Sotschi deutlich verbessert. Das ist die Basis, um auf so einer Starterbahn wie Winterberg mit den Top-Favoriten wie dem Letten Oskars Melbardis und dem Schweizer Beat Hefti mitzuhalten. Auch beim Material sind wir im Vergleich zur letzten Saison mit dem veränderten Fahrwerk einen Schritt nach vorn gegangen. Die drei Weltcup-Siege im Zweier beweisen, dass die Formkurve nach oben zeigt und er in die Spur zurückgefunden hat, in der er 2013 bei seinem WM-Sieg in St. Moritz war", so Gerd Leopold, der keinen Heimvorteil sieht, sondern meint: "Die Bahn ist sehr rund und nicht schwierig. Auch die anderen Nationen kommen gut zurecht. Ich denke, dass der Druck auf die heimischen Athleten sogar noch etwas höher ist." Im Vierer erkennt der Coach beim 24-Jährigen gegenüber den vergangenen Jahren weitere Fortschritte: "Bei den letzten vier Weltcups war er auf dem Podium. Auch da wird es auf die Startleistungen ankommen und neben Titelverteidiger Maximilian Arndt aus Oberhof, Melbardis und dem Schweizer Rico Peter sowie dem Russen Alexander Kasjanov gehört Franz zum Favoritenkreis."

Nico Walther

Der 24-jährige ehemalige Rodler und Bob-Juniorenweltmeister von 2014 hat mit seinem Vierer-Sieg im heimischen Altenberg und weiteren vier Podestplatzierungen eine beeindruckende erste Weltcup-Saison hingelegt und kann als WM-Debütant locker in die Rennen in beiden Disziplinen gehen. "Nico gehört derzeit im deutschen Team zu den stabilsten Piloten in der Bahn. Er war in Winterberg schon Deutscher Meister im kleinen Schlitten, bei der Weltmeisterschaft wird natürlich sehr viel vom Start abhängen. Dabei traue ich ihm vor allem im Vierer einiges zu, vielleicht kann er sogar auf eine Podiumsplatzierung schielen. Im Zweier könnte der Stuttgarter Johannes Lochner eventuell für eine Überraschung sorgen", ahnt Leopold.

Cathleen Martini

Für die 32-Jährige soll sich in Winterberg der Kreis ihrer Karriere schließen. Auf der Bahn in Hochsauerland gewann sie 2003 bei ihrer ersten WM-Teilnahme Bronze, jetzt will sie bei ihrer zehnten und letzten WM ebenfalls aufs Podium. Die Weltmeisterin von 2011 gewann Anfang des Jahres den Heim-Weltcup in Königssee und fuhr in St. Moritz als Zweite aufs Podest. "Für Cathleen wird es darum gehen, möglichst wenig Boden am Start einzubüßen. Wenn das gelingt, dann kann sie ganz vorn mitfahren", meint Leopold, der aber als Top-Favoritinnen die US-Amerikanerinnen Elana Meyers und Jamie Greubel Poser sowie die Erfurterin Anja Schneiderheinze, die mit der Eisschlange im Sauerland immer sehr gut zurechtkam, ansieht. Diesen Damen die Medaillen streitig zu machen, wird für Cathleen Martini nicht einfach.

Miriam Wagner und Richard Oelsner

Für die beiden Junioren-Weltmeister geht es im Konzert der Großen vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. "Miriam war schon 2013 in St. Moritz Siebente. Eine Top-Acht-Platzierung traue ich ihr auch jetzt wieder zu. Richard Oelsner hat bei der Junioren-WM in Altenberg eine Klasseleistung gezeigt. Er kann ganz locker rangehen", sagt Gerd Leopold.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2015

Astrid Hofmann

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