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Sächsische Apfelbauern rechnen mit Einbußen

Sächsische Apfelbauern rechnen mit Einbußen

Die ersten Äpfel sind reif. Deshalb haben sich Elke Ebert und Uwe Bode vom Meissner Obstgarten Geisler jetzt ihre Erntekörbe umgeschnallt und streifen durch die Baumreihen.

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Mit Biss: Umweltminister Frank Kupfer probiert einen Apfel.

Quelle: Stephan Klingbeil

Klipphausen. Täglich pflücken sie bis zu einer Tonne Äpfel. Erst ist der süß-knackige Delbarestevale dran. 20 weitere Sorten folgen. Zunächst werden Händler beliefert. Und ab 20. September sollen Selbstpflücker auf den Anbauflächen im Klipphausener Ortsteil Reichenbach Körbe mit Äpfeln füllen können - dieses Geschäft macht den Großteil der Ernte-Einnahmen aus, heißt es von Seiten des Obstbaubetriebs.

Fest steht der Beginn der Selbstpflücke jedoch noch nicht. Denn die bis Ende Oktober dauernde Apfelernte hat sich in diesem Jahr bereits zwei Wochen nach hinten verschoben. Der lange Winter sei Schuld, sagte gestern Gerd Kalbitz, Vorsitzender des Landesverbands "Sächsisches Obst" zum Apfelerntestart in Reichenbach. Auch habe das mäßige Blühwetter zu einem starken Fruchtfall im Juni geführt. Die heftigen Regenfälle bei der jüngsten Flut ließen, wie etwa in Reichenbach, Anbauflächen absaufen.

"Aufgrund der kürzeren Vegetationszeit sind die Früchte in diesem Jahr kleiner", sagt Kalbitz. Sachsens Obstbaubetriebe würden jetzt mit einer der schlechtesten Apfelernten der vergangenen 20 Jahre rechnen. Sie erwarten einen Rückgang von rund zehn Prozent. In diesem Herbst würden demnach 81000 Tonnen Äpfel gepflückt. Dies entspreche einem Zehntel der Erträge in Deutschland. In den Vorjahren wurden bundesweit noch über 950000 Tonnen Äpfel geerntet.

Laut Landesverband, bei dem 86 Obsterzeuger aus Sachsen und Sachsen-Anhalt organisiert sind, sieht es im gesamten Gebiet der EU mit der Apfel-Ernte weit besser aus. Über zehn Millionen Tonnen Äpfel würden Prognosen zufolge geerntet. Das wären sieben Prozent mehr als 2012. Vor allem Polen rage heraus. Europas größter Apfel-Produzent plane mit rund 3,2 Millionen Tonnen - ein Plus von zehn Prozent.

Da es außerhalb Sachsens noch etliche Apfelanbieter gibt, glaubt Kalbitz nicht, dass die Preise für das Kernobst steigen. "Das ist Sache der Händler", erklärt er. Obstbauern wie Steffen Geisler vom Meissner Obstgarten hoffen indes auf Selbstpflücker. "Wenn möglichst viele her kommen, halten sich die Einbußen in Grenzen", sagt er. Laut Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) deute sich ferner an, dass Landwirte und Obstbauern künftig auf Zuschüsse für Anschaffungen verzichten müssen. Die EU plane, Fördermittel für Investitionen im Agrarbereich 2014 komplett zu streichen. "Wir setzen uns dafür ein, dass es nicht dazu kommt", verspricht Kupfer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2013

Skl

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