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Sachsenforst öffnet dritte Trekkinghütte in der Sächsischen Schweiz

Zufluchtsort für Zivilisationsmüde Sachsenforst öffnet dritte Trekkinghütte in der Sächsischen Schweiz

Nach dem erfolgreichen Test im vorigen Jahr hat der Staatsbetrieb Sachsenforst im linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz eine weitere Trekkinghütte abseits von Zivilisationslärm eröffnet. Die Hütten sollen einmal Bestandteil einer Trekkingroute werden.

Der Umbau der alten Jagd- zu einer Trekkinghütte ist geschafft: Lisa Kirchhoff, Andreas Vogel, Sarah Heidelberger (sitzend, v.l.n.r.) und Karolin Zinnert, Karl Metzner und Lutz Daubner (am Fenster stehend, v.l.n.r.) haben fleißig Hand angelegt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Sächsische Schweiz. Zivilisationsmüde werden in der Sächsischen Schweiz fündig. Mitten im Wald können Wanderer geschützt vor Regen und Wind sowie weit weg vom Großstadtlärm übernachten. Im Revier Rosenthal bietet der Staatsbetrieb Sachsenforst eine weitere Trekkinghütte an. Nach den beiden Hütten „Willys Ruh“ und „Grenzbaude“, die im vergangenen Jahr öffneten, hat am Donnerstag Uwe Borrmeister die Tür zur Dritten im Bunde aufgeschlossen. „Sie befindet sich in der Nähe des Rotsteins“, sagte der Leiter des Forstbezirks Neustadt. Daher heißt sie schlicht und einfach „Rotsteinhütte“.

Die Einrichtung ist sehr spartanisch. Es gibt mehrere Holzbänke und -hocker, zwei Tische und zwei Bereiche zum Schlafen, ebenfalls alles aus Holz. Zehn Schlafplätze finden Wanderer in der Waldhütte vor. „Es haben aber durchaus mehr Platz“, meint Borrmeister, wenn alle in der Hütte zusammenrücken und eine Isomatte dabeihaben. Die ist für eine Übernachtung in einer der Trekkinghütten im Elbsandsteingebirge unverzichtbar. Denn Matratzen fehlen. Es gibt auch keinen Strom und Trinkwasser. Und nur mit sehr viel Glück findet das Mobiltelefon eine Verbindung zum Netz.

Blick in die Hütte

Blick in die Hütte: Forstbezirksleiter Uwe Borrneister zeigt auf einen der neu eingebauten Schlafbereiche.

Quelle: Silvio Kuhnert

„Mit dem Angebot wollen wir der Naturentfremdung entgegenwirken“, sagte Borrmeister, „und die Erholungsfunktion des Waldes besonders erlebbar gestalten.“ Die Trekkinghütte befindet sich jenseits jeglicher Zivilisationsgeräusche. Kein Verkehrslärm oder anderer Krach ist zu vernehmen. „Mit der Trekkinghütte können Familien auch einmal in der Natur übernachten“, berichtete Borrmeister.

Bei dem kleinen Holzhaus handelt es sich um eine alte Jagdhütte. Sie befindet sich im linkselbischen Teil des Elbsandsteingebirges östlich des Rotsteins und des Waldweges Winterleite im Rosenthaler Revier. „Die Hütte ist für Trekkingfans in jeweils circa zwei Stunden von Rosenthal und Cunnersdorf erreichbar und liegt durch die Nähe zum Rotstein und Katzstein in einem attraktiven Wandergebiet“, informierte Borrmeister.

Seit Februar dieses Jahres wurde die Forsthütte wieder flottgemacht. Mitarbeiter und Helfer im Freiwilligen Ökologischen Jahr renovierten den Innenbereich, bauten Betten ein, erneuerten Teile der Außenfassade und gaben dem Holzbau frische Farbe. Der alte Lagerschuppen wurde ebenfalls instandgesetzt und eine moderne Trockentoilette eingebaut. Rund 4000 Euro hat der Forstbezirk Neustadt in den Umbau zur Trekkinghütte investiert. Wer dort übernachten möchte, erwirbt sich beim Sachsenforst oder bei einem seiner Partner, wie etwa Globetrotter in Dresden, ein Hüttenticket. Es kostet zehn Euro pro Nacht für einen Erwachsenen, fünf Euro für Jugendliche und einen Euro für Kinder unter 14 Jahren.

Mit den beiden ersten Hütten hat Borrmeister bislang nur gute Erfahrungen gemacht. „Es gab kein Ärger, keine Zerstörungen oder Diebstähle“, berichtete er. Von Mitte April bis Mitte Oktober 2015 standen „Willys Ruh“ und „Grenzbaude“ zum Test für Übernachtungen offen. Rund 200 Gäste haben im vergangenen Jahr in den Hütten übernachtet, wovon geschätzt die Hälfte Kinder waren. „Die Besucher haben die Hütten immer in einem sehr ordentlichen und sauberen Zustand verlassen“, lobte Borrmeister. Auch die vielen positiven Einträge in den Hüttenbüchern und Rückmeldungen der Besucher haben Sachsenforst Mut gemacht, dass Projekt fortzuführen. Bis zu fünf Hütten könnte es einmal in dem Gebiet geben.

Die Trekkinghütten sind Bestandteil eines Wanderwegeprojektes. Revierleiter Borrmeister möchte eine Trekkingroute in der linkselbischen Sächsischen Schweiz etablieren. Der Pfad wird rund 100 Kilometer lang sein und sich diesseits- und jenseits der Grenze zur Tschechischen Republik erstrecken. Bis Ende dieses Jahres soll der Routenverlauf feststehen und der Weg in 2017 angelegt werden, so dass 2018 die ersten Trekkingtouren durch die Sächsische Schweiz stattfinden können.

www.trekkinghuetten.de

Von Silvio Kuhnert

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