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Sachsenforst hat in den Wäldern bei Geising mit der Bodenschutzkalkung begonnen

Sachsenforst hat in den Wäldern bei Geising mit der Bodenschutzkalkung begonnen

Über den Wäldern rund um Geising lässt der Staatsbetrieb Sachsenforst derzeit Kalkstaub rieseln. Im Ostergebirge fiel der Startschuss für die diesjährige Bodenschutzkalkung.

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Mit Hilfe von Hubschraubern wird Magnesiumkalk über die Waldflächen gestreut.

Quelle: Sachsenforst

Insgesamt 30 000 Tonnen Magnesiumkalk - überwiegend aus Thüringer Dolomitgestein - werden mit Hilfe von Hubschraubern auf 10 300 Hektar Wald gestreut. "In Sachsen werden auch in diesem Jahr wieder mehr als zweieinhalb Millionen Euro in die Verbesserung unserer Waldböden investiert", informierte Hubert Braun, Geschäftsführer von "Sachsenforst". Rund 90 Prozent werden über Mittel der EU finanziert. Gekalkt werden sowohl öffentlicher Waldbesitz als auch private Waldflächen.

Mit der Bodenschutzkalkung sollen die Qualität der Böden und vor allem deren Versauerung bekämpft werden. Über sauren Regen sind Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und andere säurebildende Stoffe wie Stickstoffverbindungen tief ins Erdreich eingedrungen und haben die Bodenchemie verändert und zu einer tiefgründigen Versauerung geführt. Die sensiblen und nährstoffarmen Ausgangsgesteine in den sächsischen Mittelgebirgen verstärken die Bodenversauerung noch. Auch wenn heute private und Industrieschornsteine kaum noch die Luft mit Schwefeldioxid verschmutzen und der Schadstoff fast nicht mehr über Niederschläge in die Waldböden eindringt, wirkt die Bodenversauerung noch lange nach. "Mit der Bodenschutzkalkung wollen wir dazu beitragen, das chemische Gleichgewicht im Waldboden wiederherzustellen, das der Mensch durch Luftschadstoffe massiv gestört hat", erklärte Braun. Magnesiumkalk wirke langsam und langanhaltend.

Die Kalkung der Böden findet in Sachsen bereits seit 1986 statt. In diesem Jahr stehen rund 5400 Hektar Landeswald, 3400 Hektar Privatwald und 1500 Hektar Körperschaftswald in den Mittelgebirgslagen von der Oberlausitz über das Osterzgebirge bis ins Vogtland auf dem Programm. Bis Ende dieses Jahres werden seit 1986 rund 365000 Hektar Waldboden gekalkt worden sein.

Während der Kalkung sind die jeweiligen Waldgebiete für Besucher gesperrt. Der Sachsenforst bittet die Waldbesucher, entsprechende Hinweise und Absperrungen zu beachten. Sobald die Kalkung beendet ist, werden die gesperrten Waldgebiete wieder für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Joggen oder Radfahren freigegeben. Eventuelle Kalkablagerungen auf Pilzen und Beeren sind gesundheitlich unbedenklich. Sie sollten vor dem Verzehr jedoch mit Wasser abgespült werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2014

Silvio Kuhnert

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