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Sachsen erhöht Zuschüsse für Biotechnologie - Radebeuler Unternehmen können profitieren

Sachsen erhöht Zuschüsse für Biotechnologie - Radebeuler Unternehmen können profitieren

Der Freistaat Sachsen erhöht die Fördermittel für Biotechnologie und Lebenswissenschaften. Im Haushalt für 2013 sollen die Zuschüsse von derzeit rund drei Millionen Euro auf fast acht Millionen Euro steigen.

Radebeul.

Von stephan klingbeil

Radebeul. Der Freistaat Sachsen erhöht die Fördermittel für Biotechnologie und Lebenswissenschaften. Im Haushalt für 2013 sollen die Zuschüsse von derzeit rund drei Millionen Euro auf fast acht Millionen Euro steigen. Dies sagte Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) gestern bei einer Tour in seinem Wahlkreis. Dort besuchte er Radebeuler Unternehmen, unter anderem auch die Innotere Biomaterials GmbH, die sich vor über einem Jahr im Pharmapark angesiedelt hatte. Diese Firma zeige zum Beispiel, warum das Fördergeld für die Branche auch in dieser Höhe sinnvoll ist, so Rößler.

Innotere, deren gemeinsame Forschung mit der TU Dresden größtenteils über Fördergeld finanziert wurde, beschäftigt elf Mitarbeiter und entwickelt mehrere Produkte, allen voran Knochenzement. Mit dieser von Mitarbeitern auch Paste genannten Substanz könne man Löcher in Knochen stopfen. Solche Löcher, wie sie etwa infolge von Unfällen oder Tumorerkrankungen auftreten. "Hier entstehen aber keine neue Knochen", sagt der Geschäftsführer Berthold Nies. "Diese Teile sollen dabei helfen, dass beschädigte Knochen regenerieren."

Das Material sei "völlig identisch" mit menschlichen Knochen, nur werde es vollsynthetisch hergestellt. Es enthält also keine Substanzen tierischer oder menschlicher Herkunft. Biologe Nies hat das Produkt erfunden. Seit mehreren Jahren arbeiten seine Mitarbeiter und er an diesem Verfahren. Die Patentierung läuft noch. Spätestens Ende 2013 soll jedoch die Produktion starten. Derzeit könnte Innotere täglich rund 1400 Gramm Knochenzementteile anfertigen.

Das Verfahren nennen Mitarbeiter auch dreidimensionalen Druck. Dabei ist eine Maschine aus der Schweiz im Einsatz. Sie bringt den Knochenzement in Form. Dabei wird die weiße Paste durch eine kleine Spritze gepresst, ein Computer steuert den Prozess. Fachkräfte wie die aus Bad Liebenwerda stammende Madlin Lemm prüfen den Vorgang.

Mit der Knochenpaste kann man kleine Implantate in Serie produzieren, aber auch individuelle Knochenersatzteile. Die sind dann so rund und groß wie eine 20-Cent-Münze oder ähneln zum Beispiel einem Stück Würfelzucker, das in Scheiben geschnitten worden ist. Die Struktur gleicht einem winzigen Netz.

Sind die Teilchen getrocknet, werden sie gesäubert, verpackt und ausgeliefert. Zunächst kommen sie an der Uni-Klinik in Dresden zum Einsatz. Mit der Universität arbeiten die Radebeuler eng zusammen. Bevor Innotere 2011 in die leer stehenden Räume im Pharma-Parks zog, war die Firma im Dresdner Bioinnovationszentrum angesiedelt. Dort habe Innotere aber nicht produzieren können, sagt Nies. Deshalb begann die Suche nach einem anderen Standort. In Radebeul wurden die Biotechnologen fündig. Im Pharmapark gibt es bereits andere Firmen aus der Branche. Weitere Ansiedlungen sind dort noch möglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2012

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