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SEEG baut drei Plattenbau-Eingänge zu barrierefreien Servicewohnungen um

Meißen SEEG baut drei Plattenbau-Eingänge zu barrierefreien Servicewohnungen um

38 barrierefreie Wohnungen, davon fünf für Rollstuhlfahrer geeignet – der sogenannte Fellbacher Bogen ist das ambitionierteste Projekt der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen (SEEG), was den Umbau von DDR-Plattenwohnbau angeht.

Haben gut lachen: SEEG-Vorstand Andras Graff. OB Olaf Raschke und SEEG-Chefin Birgit Richter in einer umgebauten Wohnung.

Quelle: Uwe Hofmann

Meissen. 38 barrierefreie Wohnungen, davon fünf für Rollstuhlfahrer geeignet – der sogenannte Fellbacher Bogen ist das ambitionierteste Projekt der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen (SEEG), was den Umbau von DDR-Plattenwohnbau angeht. „Vor zwei Jahren standen hier drei Aufgänge mit insgesamt 42 Wohnungen im Standard der Wendezeit“, erinnert SEEG-Chefin Birgit Richter. Etwa die Hälfte der Wohnungen fanden keinen Mieter. Nach dem etwa 2,5 Millionen Euro teuren Umbau, bei dem die drei Aufgänge verbunden und mit einem gemeinsamen Aufzug barrierefrei erschlossen wurden, sind nur noch 15 der 31 bis 68 Quadratmeter großen Wohnungen zu haben. Ende der Woche werden die ersten Mieter einziehen.

Es handelt sich zumeist um ältere Menschen, die Aufzug, breite Gänge und das Serviceangebot schätzen, das im Grundpaket von allen Mietern im Fellbacher Bogen gekauft werden müssen. Dafür bekommen sie einen Concierge-Dienst, werden bei Korrespondenz und Telefonaten unterstützt oder können bei Abwesenheit die Wohnung in gute Hände geben. Unterstützung im Haushalt, ein Termin beim Friseur, der gleich im Mehrzweckraum des Hauses erledigt werden kann und weitere Hilfeleistungen können dazugebucht werden. Ebenso gibt es einen Begegnungsraum, der allen Bewohnern des umliegenden Wohngebiets offensteht und der für gemeinsame Speisen, Veranstaltungen und private Feiern genutzt werden kann. Anbieter der Dienstleistungen ist die städtische Stiftung Soziale Projekte Meißen.

„Ich bin schon beeindruckt, dass die SEEG in ihrem eigenen Bestand so etwas hinbekommt“, meint Oberbürgermeister Olaf Raschke über das Projekt der städtischen Wohnungsgesellschaft. Die trägt sich bereits mit dem nächsten Vorhaben, will einen benachbarten Wohnblock ebenfalls barrierefrei ausbauen. Diese Wohnungen sollen aber, so ist der derzeitige Planungsstand, ohne verpflichtende Dienstleistungen angeboten werden. Erfahrungen, wie man Plattenbau umgestalten kann, hat man während der einjährigen Bauzeit des Fellbacher Bogens jedenfalls genügend gesammelt. Mit 4850 Bohrungen und Stahlbetonarbeiten habe man den Mietern umliegender Blöcke viel Lärm zumuten müssen, meint SEEG-Chefin Richter. Nur so ließen sich neue Gänge anlegen, Türen verbreitern oder Schwellen abtragen. Außerdem habe man acht Kilometer Elektroleitungen neu verlegt.

Von Uwe Hofmann

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