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S 172 ist ab Donnerstag wieder in Richtung Dresden frei

Baustelle auf der Möbel-Graf-Kreuzung in Pirna S 172 ist ab Donnerstag wieder in Richtung Dresden frei

Ob nach Dresden oder nach Pirna – ab 2. Juni können Autofahrer in beide Richtungen die Baustelle auf der Möbel-Graf-Kreuzung passieren. Allerdings steht jeweils nur eine Fahrspur bereit. In der Kunstseidensiedlung dauern die Kanalbauarbeiten noch bis Dezember an. Dies hat Folgen für die Erreichbarkeit der Handels- und Gewerbebetriebe.

Rund 45 Tonnen wiegt das Schachtbauwerk, was die Stadt Pirna unter der Möbel-Graf-Kreuzung hat einbauen lassen.

Quelle: Stadtverwaltung Pirna

Pirna. Ab morgigen Donnerstag hat der Umweg durch Pirnas Gewerbegebiet in Fahrtrichtung Dresden ein Ende. Die Baustelle auf der Möbel-Graf-Kreuzung an der S 172, ehemals B 172, wandert weiter in Richtung Heidenauer Straße. Damit kann ab 2. Juni der Baustellenbereich sowohl in Richtung Dresden als auch Pirna mit dem Fahrzeug passiert werden. Allerdings steht jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung. Jedoch „die Umleitung über die Fabrikstraße entfällt“, teilte Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin mit. Bis Mitte Juni dauern die Verkehrseinschränkungen auf der Staatsstraße noch. Dann stehen wieder zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung.

Seit der letzten Aprilwoche ist die S 172 in dem Kreuzungsbereich in Richtung Dresden gesperrt. Grund: die Stadt hat ein neues Schachtbauwerk einbringen lassen. Rund 45 Tonnen bringt das Hauptelement der Abflussanlage auf die Waage. Über den Schacht sollen alle anfallenden Wassermassen des Hospitalbuschbaches sicher in die Elbe geleitet werden, informierte Nikitin

Bislang verläuft das Rinnsal ab dem Garagenhof oberhalb der Kunstseidensiedlung durch Rohre hinter den Häusern entlang und landet irgendwann im Mischwasserkanal. Der Verlauf dieses Gewässers sogenannter II. Ordnungs stellt bei normaler Witterung kein Problem dar. Es führt wenig Wasser, wenn es nicht gar ganz versiegt ist. Nach schweren und heftigen Gewittergüssen verwandelte es sich wiederholt in einen reißenden Bach, rollte als Schlamm- und Gerölllawine die Großsedlitzer Straße hinunter, flutete Keller sowie Gewerbeeinrichtungen und ergoss sich über die S 172 – so geschehen 2002, 2006, 2010 und 2013.

Um derartige Überschwemmungen künftig zu verhindern, bekommt der Bach einen neuen und vor allem breiteren unterirdischen Abflusskanal. Unter der Kreuzung der S 172 wird er an den bestehenden Kanal zur Elbe angebunden. Dazu dient das Schachtbauwerk, was die Stadt in den vergangenen Wochen hat errichten lassen. Von da aus wird nun der neue Abflusskanalkanal erst unter der Heidenauer Straße und dann unter der Großsedlitzer Straße verlegt.

Dies hat für die Erreichbarkeit der Betriebe und Handelseinrichtungen in der Kunstseidensiedlung und an der Hugo-Küttner-Straße Folgen. Die Baustelle wandert zunächst bis September hinein entlang der Heidenauer Straße. Wie die Stadt mitteilte, ist derzeit die Zufahrt weiterhin nur über die Behelfskreuzung kurz vor dem Ortsausgangschild nach Heidenau möglich. Im Anschluss wird der neue Kanal unter der Großsedlitzer Straße verlegt. Dies soll bis Dezember erfolgen. Der Kanalbau kostet rund 1,6 Millionen Euro.

Zum verbesserten Hochwasserschutz gehört noch ein Regenrückhaltebecken auf dem Gelände des Garagenhofes oberhalb der Siedlung. Einen Bautermin dafür gibt es bislang nicht, da sich die Stadt noch in den Kaufverhandlungen für das betreffende Grundstück befindet. Sollte es hierbei zu keinem erfolgreichen Abschluss kommen, wird ein Planfeststellungsverfahren notwendig.

Von Silvio Kuhnert

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