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Runder Tisch: Dresden diskutiert über Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang

Runder Tisch: Dresden diskutiert über Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang

Rund 30.000 Katzen laufen laut Schätzungen von Dresdner Tierschutzvereinen durch Dresden. Einige sind besitzlose Streuner, der Großteil erhält dank ihrer Besitzer regelmäßigen Freigang.

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Rund 30.000 Katzen laufen laut Schätzungen von Dresdner Tierschutzvereinen durch Dresden.

Quelle: dpa

Der Tierschutzverein Dresden hat jetzt zu einem Runden Tisch geladen, bei dem über eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht diskutiert werden soll.

Das Dresdner Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt beteiligt sich nach eigener Angabe an dem Treffen. „Aus Sicht des Tierschutzes wäre es durchweg zu begrüßen, wenn die Zahl frei lebender und herrenloser Katzen nicht weiter anwachsen würde“, lässt Martin Seidel (parteilos) als zuständiger Bürgermeister mitteilen. Seit Jahren bemühten sich die Tierschutzvereine gemeinsam mit dem Veterinäramt, eine unkontrollierte Fortpflanzung der Katzen einzudämmen.

„Jedes Jahr werden auf diesem Wege rund 250 freilebende Katzen kastriert oder sterilisiert“, berichtet Marco Fiedler, der Persönliche Referent Seidels, auf Anfrage. Einer Pflicht zur Kastration, die rechtlich möglich ist, steht die Stadt jedoch kritisch gegenüber. Zum einen würde die Umsetzung aufgrund des notwendigen Kontroll- und Verwaltungspersonals viel Geld kosten. Gleichzeitig zeige die Erfahrung, dass Katzenbesitzer auch ohne gesetzliche Vorgaben für das Problem sensibilisiert werden könnten, argumentiert die Stadt.

Unbestritten ist jedoch, dass weiterhin unkastrierte Katzen von Besitzern sich mit herrenlosen Katzen verpaaren. Eine spätere Aufnahme der scheuen Katzen ins Tierheim ist in der Folge nahezu ausgeschlossen. Umso wichtiger sei laut Stadt, dass die vorhandenen Angebote zur Kennzeichnung und Registrierung der Besitzerkatzen durch deren Halter angenommen werden.

In Radeberg ist die Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang bereits von der Stadtverwaltung verordnet und am 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Um die Auswirkungen beurteilen zu können, sei es jedoch noch zu früh. „Zunächst haben wir jetzt etwas in der Hand, um gegen Katzenbesitzer vorzugehen, die ihre Tiere unkontrolliert laufen lassen“, sagt Jürgen Wähnert, Pressesprecher in Radeberg, gegenüber DNN-Online. Bislang sei eine Strafe noch nicht ausgesprochen worden. Die Geldbuße kann laut Satzung bis zu 1000 Euro kosten. Wie in Dresden habe man jedoch bislang immer auf die Vernunft der Tierbesitzer setzen können.

Im Januar wollen sich die Teilnehmer des Runden Tisches erneut treffen und über die Probleme von freilaufenden Katzen diskutieren.

Dominik Brüggemann

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