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Rund 250 Pirnaer sind im Überschwemmungsgebiet geblieben

Rund 250 Pirnaer sind im Überschwemmungsgebiet geblieben

Eine Bootsfahrt soll bekanntlich lustig sein. Wenn sie aber durch die Straßen der Pirnaer Altstadt führt, ist sie nur schockierend. Bis zu zwei Meter hoch steht die Elbe an einigen Stellen in der Stadt.

Pirna.

Fast bis an die Volkshauskreuzung reichen die Fluten auf der Breiten Straße. Gestern machte sich OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) ein Bild von den Überschwemmungen und fuhr auf einem Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) durch die Innenstadt.

"Die Sanierungsarbeiten waren eigentlich abgeschlossen", meinte das Stadtoberhaupt. Angesichts der überfluteten Häuser und Geschäfte ist es schwer vorstellbar, die Stadt wieder so hinzubekommen. "Ich bin guter Hoffnung, dass es uns gelingt, wenn alle wieder anpacken", sagte Hanke.

Die Fahrt zeigte auch, dass der Leichtsinn der Menschen keine Grenzen kennt. Nach Schätzung der Stadt sind rund 250 Pirnaer in ihren Häusern und Wohnungen im Überschwemmungsgebiet geblieben. An der Jacobaer Straße wateten zwei Frauen und Männer mit ihrem Hab und Gut auf einem aufblasbaren Gummiboot durch die Fluten. Die braune Brühe reichte ihnen bis zum Hals und sie wollten aus dem Hochwasser raus. "Nicht in Richtung Dohnaische Straße gehen", rief einer der DLRG-Retter. Die Strömung würde dort jeden umreißen. Dass man die Kraft und Tücken der Elbe nicht unterschätzen sollte, war an der Ecke Grohmann-/Klosterstraße selbst auf dem sicheren Boot deutlich zu spüren. Der Motor stotterte, als er gegen den Sog kämpfte.

Aber nicht nur die Strömung bildete eine Gefahr. Die dreckige Brühe raubt auch die Sicht, wo man hintritt. Offene Abflussschächte und Untiefen sind nicht zu sehen. "Unverantwortlich" und "unverständlich" nannte Hanke das Verhalten der vier Menschen im Wasser. Die DLRG-Helfer informierten die Feuerwehr und wiesen ihnen einen sicheren Weg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.06.2013

S. Kuhnert

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