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Rund 10000 Menschen plädieren für Fortbestand der Zugverbindung von Pirna nach Sebnitz

Unterschriftenaktion Rund 10000 Menschen plädieren für Fortbestand der Zugverbindung von Pirna nach Sebnitz

Knapp 10000 Unterschriften sind für den Erhalt der Bahnstrecke von Pirna nach Sebnitz zusammengekommen. Die Interessengemeinschaft Kohlmühle wird sie am Dienstag nach Dresden ins Verkehrs- und Wirtschaftsministerium bringen.

Kämpfer für den Erhalt der Bahnstrecke Pirna-Sebnitz: Klaus Fiedler, Lohmensbürgermeister Jörg Mildner, Sebnitz OB Mike Ruckh und Pirnas OB Klaus-Peter Hanke (v.l.n.r.) übergaben Unterschriftenlisten an Petra Kaden von der IG Kohlmühle. Sie bringt sie am Dienstag zum sächsischen Verkehrsminister.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. An die 10000 Menschen sprechen sich entlang der Bahnstrecke von Pirna nach Sebnitz für den Erhalt der Bahnverbindung aus. Am heutigen Dienstag wird Petra Kaden von der Interessengemeinschaft (IG) Kohlmühle die seit Ende März gesammelten Unterschriften im sächsischen Verkehrs- und Wirtschaftsministerium abgeben. Als „großes Bürgerengagement“ wertet Kaden die rege Beteiligung an der Unterschriftenaktion. „Die Zugverbindung nutzen viele Schüler und Wanderer“, unterstreicht sie deren Bedeutung. Beispielsweise könnten Ausflügler ihre Fahrräder in der Bahn mitnehmen. „In einem Bus wäre dies nicht möglich“, so Kaden.

Auch wenn die Strecke SB 71 über Stolpen und Neustadt vor allem im Schülerverkehr – unter anderem mit einem eigenen Haltepunkt beim Berufschulzentrum in Pirna-Copitz – von großer Bedeutung ist, steht sie im Zuge der Diskussion um die Verteilung der sogenannten Regionalisierungsmittel auf dem Prüfstand. Denn von den Bahnstrecken im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zählt sie die wenigsten Fahrgäste. Und in der Debatte um die vom Bund bereitgestellten Regionalisierungsmittel zur Finanzierung des Personennahverkehrs haben die Verkehrsverbünde mit der Stilllegung unrentabler Strecken gedroht. Bis 2030 soll dem Bahnverkehr in Sachsen rund eine Milliarde Euro weniger zur Verfügung stehen. Zudem reicht der Freistaat nicht die kompletten Regionalisierungsmittel an die Verkehrsverbünde weiter, sondern behält einen Teil ein, um den allgemeinen Landesetat, Schmalspurbahnen und den Schülerverkehr zu finanzieren.

„Die Unterschriften sind eindeutliches Signal der Bürgerschaft für den Erhalt dieser Bahnstrecke“, sagte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos), als er die im Pirnaer Rathaus gesammelten Listen an die IG Kohlmühle am gestrigen Montag übergab. Der Bestand der Route ist noch gesichert. Eine Entscheidung zur Stilllegung steht noch aus. „Wehret den Anfängen! Wir lassen uns unsere Bahnstrecke nicht wegnehmen. Mit den zahlreichen Unterzeichnern signalisieren wir, dass wir für den Fortbestand des Sächsischen Schweiz Ringes kämpfen werden“, betonte sein Sebnitzer Amtskollege Mike Ruckh (CDU). Seiner Meinung nach darf der Öffentliche Personennahverkehr nicht kaputt gesparrt werden.

Der Pirnaer Klaus Fiedler brachte knapp 390 Unterschriften vorbei. Sie wurden im Bahnhof Pirna gesammelt, allerdings von der Sächsischen Städtebahn im Kundencenter nicht abgeholt, was er scharf kritisierte.

Von Silvio Kuhnert

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