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Rittergut in Wilsdruff erhält Sanierungs-Fördermittel

Rittergut in Wilsdruff erhält Sanierungs-Fördermittel

Für die Wiederbelebung des alten Rittergutes im Ortsteil Limbach ist gestern ein weiterer finanzieller Baustein gelegt worden. Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) überreichte der Stiftung "Leben und Arbeit" einen Zuwendungsbescheid über 42 500 Euro für die Sanierung des historischen Gebäudes.

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Noch fehlt der alten Vaterscheune eine Giebelwand. Bald soll sie als Kulturscheune in neuem Glanz erstrahlen

Quelle: Stiftung "Leben und Arbeit"

Seit 2000 kümmert sich die Stiftung "Leben und Arbeit" um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudeensembles, sammelt Spenden für den Wiederaufbau. Langfristig plant die Stiftung, alle vier Gebäude des Ritterguts zu einem Kultur- und Begegnungszentrum umzugestalten, das sich der Arbeit mit jungen und arbeitssuchenden Menschen sowie der kulturellen Bereicherung widmet. Ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter legten für den Umbau bereits in der Vergangenheit immer wieder selbst Hand an. Seit Anfang 2005 ist ein Arbeitshaus fertiggestellt, 2008 wurde ein Gästehaus eingeweiht.

Doch die sogenannte Vaterscheune des Guts fristet weiterhin ihr Dasein als Ruine. Zwischen den hergerichteten Häusern sticht der verfallene Bau hervor. Wo eigentlich eine Giebelwand stehen müsste, klafft ein riesiges Loch. Schon im vergangenen Jahr förderte der Bund die Sanierung des Gebäudes mit 257 500 Euro. Eigentlich sollte die Restaurierung bereits 2014 begonnen haben.

"Die Sanierung eines Denkmals ist nicht ganz einfach", sagte Martin Reinhuber, geschäftsführender Vorstand der Stiftung "Leben und Arbeit" auf DNN-Anfrage. Die Absprachen intern sowie mit dem Denkmalamt hätten länger gedauert als geplant. Zudem benötigte die Stiftung mehr Zeit, um die nötigen Eigenmittel von etwa 400 000 Euro aufzubringen. Mit der Finanzspritze des Freistaates stehe einer Sanierung des ersten Bauabschnitts, die auch der historischen Bedeutung der Vatersscheune gerecht werde, nun aber aus finanzieller Sicht nichts mehr im Wege.

Das Rittergut Limbach steht in Sachsen mit knapp zwei Dutzend weiterer Objekte auf einer Liste bundesweit wertvoller Kulturdenkmäler. Um diese wieder auf Vordermann zu bringen, hat der Freistaat seit 2013 das Sonderprogramm "Denkmalpflege" aufgelegt. Jährlich stehen damit 5,5 Millionen Euro für die Sanierung von Kulturdenkmälern wie dem Rittergut Limbach zur Verfügung.

Wann die ersten Bagger über das Gelände des Ritterguts tatsächlich rollen werden, weiß Stiftungsvorstand Reinhuber noch nicht. "Wir hoffen, in diesem Jahr schon mit der Notsicherung des Gebäudes beginnen zu können", sagte er. Danach soll die Vaterscheune endlich zu der Kulturscheune werden, in der Veranstaltungen, eine Galerie und Gastronomie Platz finden. Die Kosten für die Sanierung schätzt Reinhuber auf etwa eine Million Euro. Rund 30 Prozent davon muss die Stiftung selbst aufbringen. Wann auch das vierte und letzte Haus des Gebäude-Ensembles renoviert werden kann, darüber will Reinhuber nicht spekulieren. "Wir wollen nicht so schnell wie möglich sanieren, sondern so, dass es dem Gebäude und der Nutzung gerecht wird", erklärte er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2014

Susann Schädlich

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