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Riesa vor dem Aus - Landkreis Meißen will das Netz der Straßenmeistereien ausdünnen

Riesa vor dem Aus - Landkreis Meißen will das Netz der Straßenmeistereien ausdünnen

Landkreis Meißen. Der Landkreis Meißen dünnt das Netz der Straßenmeistereien bis 2020 aus. Das geht aus der "Straßenmeistereikonzeption 2020" hervor, die das Kreisstraßenbauamt Meißen erarbeitet hat.

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Den Zustand von rund 1065 Kilometern Straße müssen die Straßenmeistereien im Landkreis Meißen im Blick haben.

Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Konkret geht es um die Frage, wie die rund 1065 Kilometer Straße in Verantwortung des Landkreises künftig betreut werden sollen. Da die Landesregierung in einem im März veröffentlichten Plan pro Straßenmeisterei ein Netz von 337 Kilometern Straße vorschreibt, bedeutet das das Aus für eine der derzeit vier Straßenmeistereien im Landkreis.

Laut Konzeption soll es Riesa treffen. Die dortige Straßenmeisterei ist derzeit in einem Mietobjekt untergebracht, der Mietvertrag läuft bis 2019. In Riesa soll allerdings die erst 2013 fertiggestellte Salzlagerhalle erhalten bleiben. Sie befindet sich auf einem Grundstück des Landkreises und wird künftig als Stützpunkt zur Straßenmeisterei Großenhain gehören. Enge Verbindung zwischen beiden Anlagen schafft eine Personalrochade: So soll der Riesaer Straßenmeister ab dem nächsten Jahr die Führung in Großenhain übernehmen, weil der dortige Straßenmeister altersbedingt aus dem Amt scheidet. Als weitere Straßenmeistereien bleiben Schänitz und Meißen-Bohnitzsch bestehen.

Kern des Konzepts ist es, alles Wesentliche auf diese drei Straßenmeistereien zu konzentrieren. So soll das Salz für den Winterdienst künftig ausschließlich dort und im Stützpunkt Riesa gelagert werden. Die Betriebsgelände an der Hochuferstraße in Meißen, in Niederau, Deutschenbora und an der Hohen Straße in Großenhain sollen dagegen aufgegeben werden. Dasselbe droht dem Stützpunkt Katzenberg, der zur Straßenmeisterei Schänitz gehört. Er wird als "mittelfristig sanierungsbedürftig" eingeschätzt. Deshalb will das Landratsamt jetzt prüfen, ob die Salzlagerhalle nicht in Schänitz neugebaut werden könnte. Der Betrieb in Katzenberg belaufe sich auf jährlich 40 000 Euro, die sich so zumindest zum Teil einsparen ließen. Unklar ist derzeit, was mit den nicht mehr benötigten Grundstücken geschehen soll.

Das ausgedünnte Standortnetz hat auch einen veränderten Fuhrpark zur Folge. Statt den bisher 16 Trägerfahrzeugen stehen dem Landkreis dann nur noch zwölf zur Verfügung. Auch die Mitarbeiterzahl geht in Folge der Umstrukturierung nach unten. 2008, als der Landkreis die Verantwortung für die Straßenmeistereien vom Freistaat übernehmen musste, waren dort 170 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit sind laut Konzept noch reichlich 90 Straßenwärter im Landkreis tätig, hinzu kommen pro Straßenmeisterei neun Personen, die mit der Leitung oder in der Werkstatt beschäftigt sind. Im Konzept ist die Rede davon, den Betreuungsgrad von 11,6 Kilometern je Straßenwärter "weiterzuentwickeln", was nichts anderes bedeutet, als dass diese Zahl steigen soll. Dafür sollen auch Fremddienstleister verstärkt zum Einsatz kommen.

Gleichzeitig gibt es aber auch Nachwuchssorgen, weil nicht nur der Straßenmeister in Großenhain altersbedingt geht, sondern auch der von Schänitz (2019) und der Riesaer (2020), der ja für die letzten Jahre nach Großenhain wechseln soll. Für beide soll in den eigenen Reihen Ersatz gefunden werden. In anderen Landkreisen habe man genügend Erfahrungen mit vergeblichen Ausschreibungen solcher Stellen gemacht, heißt es in dem Papier.

Baulich scheint die kommende Struktur schon sehr viel klarer. So ist der lange Zeit umkämpfte und 5,5 Millionen Euro teure Neubau der Straßenmeisterei in Meißen-Bohnitzsch in vollem Gange (DNN berichteten). Die Anlage soll im September diesen Jahres in Betrieb gehen. Die Straßenmeisterei Schänitz wurde ohnehin im guten Zustand vom Landkreis übernommen. Der soll für Großenhain noch erreicht werden. Bis Ende des Monats schreibt man im Landratsamt an einem Bedarfsplan. Den soll dann die Bundesbauverwaltung bis 2017 verwirklichen, weil Großenhain als Bundesmeisterei firmiert, die vor allem für Bundesstraßen zuständig ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.06.2014

Uwe Hofmann

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