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„Richtig gutes Weinjahr“ - Winzer mit Lese bisher zufrieden

Zwischenfazit „Richtig gutes Weinjahr“ - Winzer mit Lese bisher zufrieden

Gut zwei Wochen vor Abschluss der Haupternte sind die Winzer in Sachsen mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. „Die Lese ist sehr entspannt, wir hatten fast keine Unterbrechung durch Regen“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes, Christoph Reiner.

Quelle: dpa

Radebeul/Meißen. Gut zwei Wochen vor Abschluss der Haupternte sind die Winzer in Sachsen mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. „Die Lese ist sehr entspannt, wir hatten fast keine Unterbrechung durch Regen“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes, Christoph Reiner, der Deutschen Presse-Agentur. Der bisher goldene Herbst habe die Trauben reifen lassen und für sehr gute Mostgewichte gesorgt. „Gerade die Burgunderebsorten liegen alle bei über 90 Grad Oechlse, da komme wir in den Bereich Spätlese.“ Um einen Wein mit dem Prädikat „Spätlese“ versehen zu können, müssen die Trauben ein entsprechendes Mindestmostgewicht haben.

Noch ist die Lese laut Weinbauverband voll im Gang: „Überall brodelt es, überall gärt und duftet es“, so Reiner. Vor allem spätere Sorten wie Spätburgunder und Traminer werden derzeit gelesen, in etwa ein bis zwei Wochen steht dann der Riesling als letzte Sorte an. Voraussichtlich Mitte Oktober geht die Hauptlese in Sachsen zu Ende. „Menge und Qualität stimmen, das scheint ein richtig gutes Weinjahr zu werden“, sagte der Verbandsvorsitzende.

Auch auf dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul ist die Lese dank der warmen Temperaturen der vergangenen Wochen schon weit fortgeschritten, zwei Drittel der Trauben sind im Keller. Die Trauben seien in diesem Jahr früher als gewöhnlich gereift, erklärt Sprecher Martin Junge. In den nächsten Tagen werden in den Steillagen vor allem Riesling-Trauben gelesen. „Es ist ein vielversprechender Jahrgang, wir werden alle Qualitätsstufen keltern können.“ Das Weingut setzt in diesem Jahr zudem auf Eiswein: Rund 3000 Riesling-Rebstöcke bleiben auf einer Fläche von einem halben Hektar für Eiswein stehen. Für Eiswein werden die Trauben in gefrorenem Zustand gekeltert.

In der Winzergenossenschaft Meissen, wo rund 1500 Klein- und Hobbywinzer ihre Trauben abliefern, werden derzeit Dornfelder, Portugieser und Traminer angenommen. „Nächste Woche bringen die Winzer noch Riesling, dann sind wir durch“, erklärte eine Sprecherin. Die geerntete Menge sei bisher überdurchschnittlich, der Jahrgang sehr vielversprechend, hieß es.

Sorge bereitet den Winzern lediglich die sogenannte Kirschessigfliege. Zwar habe es bisher keine größeren Ausfälle gegeben, nur vereinzelt hätten Winzer ihre Bestände ein wenig früher als geplant ernten müssen. „Aber sie ist in Sachsen angekommen“, sagte Verbandschef Reiner. Die kleine Fliege sticht dunkles Obst an und legt Eier hinein. Die Larven zerstören dann die Frucht. Durch ihre enorm schnelle Vermehrung kann die Kirschessigfliege großen Schaden anrichten.

dpa

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