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Rettungsdienst im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge muss schneller werden

Rettungsdienst im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge muss schneller werden

Der Rettungsdienst kommt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wieder häufiger später als vorgeschrieben zu seinem Einsatzort. Eigentlich soll ein Rettungswagen im Freistaat in 95 Prozent der Fälle innerhalb von zwölf Minuten an Ort und Stelle sein.

Diese sogenannte Hilfsfrist wird im Kreisgebiet allerdings ständig unterschritten.

Bis zum ersten Halbjahr 2012 stieg sie noch kontinuierlich an, zu dieser Zeit wurde immerhin ein Wert von 91,5 Prozent erreicht. Seitdem entwickeln sich die Werte der Hilfsfrist jedoch wieder bergab. Im zweiten Halbjahr 2012 traf ein Rettungswagen nach Eingang des Notrufes in 90,4 Prozent der Fälle in der vorgeschriebenen Zeit am Einsatzort ein. Sechs Monate später sank dieser Wert bereits auf 89,8 Prozent. Und im zweiten Halbjahr 2013 betrug er "nur" noch 88,9 Prozent. Die Negativ-Entwicklung geht aus einem Papier der Kreisverwaltung an den Kreistag hervor.

Im Laufe des vergangenen Jahres übernahm die Regionalleitstelle Dresden die Koordinierung der Rettungseinsätze in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge. Für 2014 liegen noch keine Zahlen vor. Jedoch geht die Kreisverwaltung davon aus, "dass eine weitere Verschlechterung der Hilfsfristwerte eingetreten ist", heißt es in der Informationsvorlage an die Kreisräte. Diese Vermutung basiert auf den Erfahrungen aus der Konzentration von Leitstellen in anderen Bundesländern.

Um einer weiteren Verschlechterung der Hilfsfrist entgegenzuwirken, hat der Kreistag jüngst einen neuen Bereichsplan für den Rettungsdienst beschlossen. So sollen die Rettungswachen Freital, Stolpen und Pirna jeweils mit einem zusätzlichen Rettungswagen bestückt werden. Außerdem werden die Betriebszeiten von Rettungswagen und Mehrzweckfahrzeugen um 15 Prozent verlängert. Des Weiteren erhofft sich die Kreisverwaltung von der Inbetriebnahme des Digitalfunks, dass im Notfall die Alarmierung des nächstgelegenen Rettungsfahrzeugs besser abgesichert wird.

Die Verbesserung des Rettungsdienstes kostet rund 1,2 Millionen Euro. Sie wird allerdings erst Anfang August 2016 umgesetzt. Denn bis dahin wird der Rettungsdienst neu vergeben. Der neue Bereichsplan sieht 15 Rettungswachen im Kreisgebiet vor. In jeder dieser Wachen wird täglich 24 Stunden lang mindestens ein Rettungswagen bereitstehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.01.2015

Sivio Kuhnert

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